|
|
Nachdem Gott den Verlust allen Besitzes zulässt, werden Hiob fünf der sprichwörtlichen Hiobsbotschaften überbracht: „...sie stahlen alle Kamele, die Sklaven wurden erschlagen. Ich allein entkam, um es dir zu sagen.“
In einfachen religiösen Vorstellungen schien Gott dem einzelnen Mensch unmittelbar gegenwärtig: Bestrafend den Gesetzesübertreter, hingegen Rechtschaffenheit reich belohnend. Hiobs Unglücksschläge verneinen diese Ansicht. In dreimal drei Reden, denen jeweils Hiobs Entgegnung folgt, unterstellen ihm seine Freunde verborgene Missetaten, sonst würde Gott ihn nicht urplötzlich mit dem Verlust all seines Reichtums, seiner Söhne und seiner Gesundheit strafen. Weder durch diese Unglücksschläge, noch durch die Argumente seiner drei Besucher Elifas, Bildad und Zofar sieht sich Hiob veranlasst, Gott zu verfluchen. Er verflucht aber sein Dasein, beteuert beharrlich seine Unschuld und fragt Gott nach dem Warum.
Der vierte Redner, Elihu, betont Gottes Allmacht und Größe, und stellt das Recht des Menschen, göttliches Wirken zu beurteilen, grundsätzlich in Abrede. Darüber hinaus meint er (für den modernen Leser wohl wenig nachvollziehbar), dass Gott aufgrund seiner Allmacht auch gütig sein muss.
Letztendlich wendet sich Gott selbst aus einem Gewitter heraus an Hiob. Auch Gott betont seine Macht und die Herrlichkeit seiner eigenen Schöpfung. Lang redet er über die Großartigkeit des von ihm erschaffenen Nilpferdes.
Daraufhin widerruft Hiob seine vorigen Reden.
Gott belohnt Hiobs Treue und Geduld, indem er ihm zweimal so viel gibt, wie ihm genommen wurde.
siehe auch: Bibel, Altes Testament, Buch Ester, Buch der Psalmen