Hitlerputsch

Am Morgen des 9. November 1923 marschiert ein teilweise bewaffneter faschistisch-nationalistisch-völkischer Mob unter Führung von Adolf Hitler und Erich Ludendorff zur Feldherrenhalle in München. Es handelte sich um einen dilettantischen Versuch, die bayrische Landesregierung gewaltsam zu stürzen. An der Feldherrenhalle wurde der Vormarsch jedoch schnell durch Polizeifeuer gestoppt.

Im Gefecht ließen vier Polizisten und 14 Demonstranten ihr Leben. Die NSDAP wurde im ganzen Reich verboten und der damals noch recht unbedeutend scheinende Hitler wegen Hochverrats zu extrem milden 5 Jahren Festungshaft in Landsberg verurteilt. Hermann Göring konnte unerkannt entkommen.

Diese Zeit nutzte Hitler, um Mein Kampf zu verfassen bzw. zu diktieren.

Nach der Machtergreifung stilisierte die NS-Propaganda den Putschversuch als eine heroische Niederlage und gedachte in jährlichen Totenfeiern den Erschossenen. Einige der überlebenden Teilnehmer gelangten in höchste Partei- und Staatsämter.

Heute wird der 9. November von vielen Neonazis für Gedenkmärsche genutzt, nicht nur wegen der hier beschriebenen Ereignisse, sondern vor allem auch aufgrund der Reichspogromnacht, die 1938 am selben Datum stattfand.

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