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Die Kirche mit dem herausgebildeten Papsttum entwickelte nach innen eine klare Hierarchie und nach außen kämpfte sie mit den weltlichen Herrschern um die Vormacht. Diese Machtkämpfe wurden von vielen Zeitgenossen kritisch beurteilt, so entstanden in Deutschland kirchliche Reformbewegungen. Das Hochmittelalter war eine Blütezeit der geistlichen Orden.
Bildung wurde in den Vordergrund gerückt. Es entstanden viele Klosterschulen, die ersten Universitäten wurden gegründet. Neben Theologie gab es auch die Fächer Medizin und Jura. Antike Schriften wurden wieder entdeckt. Die Scholastik bestimmte das Denken vieler Menschen.
Lesen und Schreiben waren nicht mehr nur Fertigkeiten des Klerus, sondern zunehmend auch des Adels. Die Literatur bediente die neuen Leser, indem sie nicht nur geistliche und philosophische Themen verarbeitete. Es wurde nicht mehr nur in lateinischer Sprache, sondern auch in Landessprache geschrieben. In der Malerei wandte man sich von der Darstellung geistlicher Themen hin zur Darstellung von Natur und Alltag. In der Architektur herrschte die Romanik vor. Die Menschen, denen dies möglich war, konnten sich relativ sicher frei innerhalb weiten Teilen Westeuropas bewegen.
Das Hochmittelalter war allerdings auch die Zeit der Kreuzzüge.
Auf das Hochmittelalter folgt das Spätmittelalter.
Siehe auch: Mittelalter