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Das Buch enthält eine Sammlung von Liebesliedern, die einen poetischen, oft in erotischen Ausdrücken bezeichneten Austausch zwischen zwei Liebenden (Salomon und Sulamith) schildern. Die wörtliche Bedeutung wird wird sowohl von Juden wie von Christen teilweise als allegorischee Beschreibung der Beziehung zwischen Gott einerseits und der Gemeinschaft der Glaubenden oder der Seele des Einzelnen andererseits interpretiert. Speziell im Christum findet sich das Bild von der Kirche als Braut Christi.
Über den Ursprung des Buches besteht keine Einigkeit. Die Tradition nimmt Salomon als Verfasser an, dies erscheint aber historisch-kritisch kaum haltbar. Eine kultisch-mytologische Theorie betont die Übereinstimmungen mit sumerischen Texten über die heilige Hochzeit, insbesondere die Verbindung des Fruchtbarkeitsgottes Tammus und der Göttin Ischtar. Gegen diese Theorie wird angeführt, dass das alte Testament sich ansonsten deutlich gegen die vorderasiatischen Fruchtbarkeitskulte wendet. Die Übereinstimmungen können nach einer anderen Theorie historisch auch darauf beruhen, dass Anregungen aus der profanen syrischen oder altägyptischen Liebeslyrik eingeflossen sind. Schon die Datierung des Buches ist in der Bibelwissenschaft umstritten. Sowohl die nachbabylonische Zeit, als auch deutlich ältere Datierungen, aber auch das Zeitalter Salomons wie die ältere Königszeit werden wissenschaftlich vertreten.
siehe auch: Bibel, Altes Testament, Prediger Salomo, Jesaja (Buch)