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Gemeinsam ist beiden aber eine Hinwendung zu mächtigem, basslastigem Klang, die bei Disco in dieser Form noch nicht existierte und die Mittel mit denen sie ihn erreichen. Der mächtige Klang entsteht vor allem durch die Benutzung einer entsprechend druckvollen Bassdrum, die im so genannten "4er Fuß", also durchgehenden 4 Schlägen pro Takt gespielt wird. Besonders "angesagt" ist dabei der heute nicht mehr produzierte Roland TR-909 Drumsequenzer und seine unzähligen Nachbauten. Im Unterschied zum Techno mit seinem im allgemeinen ein gerades Grundmetrum besitzt, zeichnet den House der üblicherweise harte Shuffle aus, das heißt dass alle ungeraden 16tel werden um ein 32tel nach hinten verschoben werden.
Essentieller Bestandteil für die Entwicklung des House als eigenständigen Musikstil ist auch die extreme Formalisierung der musikalischen Struktur durch fast ausschließliche Verwendung von Sequenzen deren Längen Potenzen zur Basis 2 sind. Alle 8 Takte verändert sich durch das Hinzufügen oder Wegnehmen einzelner solcher Sequenzen das Klangbild, Brüche werden auf diese Weise vermieden. Ein wirklich guter House-Produzent ist in der Lage aus solchen Sequenzen auf nur 3 oder 4 Spuren eine große Housescheibe zu schaffen. Hierdurch reduziert sich der Gehalt der Musik und es entsteht eine gewisse Monotonie, die dem veränderten Zeitgefühl des Clubbesuchers Rechnung trägt.
Eine typische "Housescheibe" übertrifft einen 3 Minuten Radiohit deutlich an Länge, 5 Minuten und mehr sind die Regel. Dies und die oben angesprochene Formalisierung der musikalischen Struktur macht es einem DJ leicht, mehrere House-Platten in der Geschwindigkeit aneinander anzupassen und ihre Anfänge und Enden so ineinander überzublenden, dass für den ungeübten Zuhörer der Eindruck eines einzigen, mehrere Stunden langen Stückes entsteht. Zusammen mit einer gewissen Lautstärke kann House damit den Hörer geradezu physisch 'packen'.
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