Hungerstreik

Der Hungerstreik ist eine Form des politischen Widerstandes. Ein Einzelner oder eine Gruppe verweigern dabei die Nahrungsaufnahme mit dem bewussten Risiko, Schaden zu nehmen . Wie jede Streikaktion ist der Hungerstreik eine öffentliche Demonstration. Sie verlagert ihr äußeres Ziel durch die Verlagerung ihrer Mittel. Die Aggression nach außen richtet sie auf die eigene Person, jedoch um so mehr Publizität, und vermittels derer das proklamierte Ziel doch zu erreichen. Das unterscheidet den Hungerstreik z.B. vom Fasten, dessen Ziele eher spirituell bzw. hygienisch als demonstrativ gesteckt sind.

Der Hungerstreik wurde weltweit schon früh, vor allem als Form des politischen Widerstands, praktiziert. Bekannte Hungerstreikler in Deutschland waren unter anderem Fritz Teufel, der gegen seine Verhaftung nach dem Schahbesuch (1967) protestierte oder die Inhaftierten der ersten Generation der Rote Armee Fraktion, die Mitte der 1970er Jahre in den Hungerstreik traten, um gegen ihre Einzelhaft zu demonstrieren.

Diese Wahl des Widerstands ist drastisch, da die Nahrungsverweigerung bereits ab ca. drei bis vier Wochen zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod führen kann.



Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.