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Die Hunnen gingen aus einer Verschmelzung verschiedener Altai- und Sajanvölker hervor. Zu diesen kamen dann noch etliche iranische und mongolisch-tungusische Volksteile hinzu: Im Jahre 1766 v. Chr. wird in Inschriften der chinesischen Xia-Dynastie erwähnt, daß Kia, das 17. Mitglied der Dynastie, entmachtet wurde. Dessen Sohn Sunni begründete nun mit 500 Stammesangehörigen den eigenständigen "Hui-Stamm". Dieses Volk wurde zum tragenden Stamm der späteren Hunnen. Sunni begründete wohl auch den bedeutenden "Aşena-Klan", auf den sich alle späteren Hunnenherrscher (aber auch die ersten Führer der frühen "Gök-Türken") zurückführten. Als Legendenhafter Stammvater der Hunnen gilt allerdings Chungvi Khan (türkisch Çungvi Han, der erstmals 1800 v. Chr. erwähnt wird.
Die Hui gingen in der Folge in den hunnisch-türkischen "Schara-Uyghuren" (alttürkisch Şara Yugur = "Gelbe Uiguren") auf, auf dessen Volkstum wiederum die heutige "Hiu-Nationalität" Chinas beruht.
Die Hui - der Name ist eine tungusische Verballhornung des türkischen "Hun"! - sind heute eine muslimische Minderheit in den chinesischen Provinzen Gansu, Innere Mongolei und Sinkiang-Uigur und deren Sprache zeigt noch heute große Übereinstimmungen mit den benachbarten altaischen Sprachen der Mongolen und der Uiguren.
| Table of contents |
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2 Diskusion über die Identität von Hunnen und Hsiung-nu 3 Zeittafel Hunnen/Hsiung-nu 4 Zeittafel Hunnen |
Hinweise aus chinesischenen Quellen, die auf ein Volk der Xiongnu (Hsiung-nu) deuten, gehen auf ca. 1200 v. Chr. zurück. Die Hsiung-nu waren die damaligen Beherrscher des Tarimbeckens, dem nachmaligen Ostturkestan.
Im 3. Jhrd. v. Chr. gründeten die Hsiung-nu unter Mao Tun ein großes Reich, das mehrfach Han-China bedrohte. Dieses Reich der "Groß-Hunnen" (türk. Büyük Hun) sollte schließlich rund 18 Mio. km² umfassen. Erst im 1. Jhrd. wurden sie durch China und benachbarte Stämme endgültig zur Unterwerfung bzw. zum Abzug nach Westen gezwungen.
Es herrscht keine völlige Einigkeit über die Identität der Hsiung-nu mit den Hunnen. Gewisse Indizien sprechen jedoch dafür:
Es spricht vieles für eine Herkunft der Hunnen und der Hsing-nu aus der heutigen Mongolei und der angrenzenden Altai- und Sajangebirge. Vor allem, daß vor allem die Russen die Völker der heutigen Türken, Mongolen und Tungusen noch in der hiesigen Zeit als "Hunnische Völker" zusammenfaßen.
Doch dürften vor allem die heutigen Mongolen und Türken mehr mit den Hunnen verwandt sein, als z. B. die Tungusen. Das ergibt sich aufgrund vieler übereinstimmender Begriffe des Grundwortschatzes, wo nachfolgend einige von ihnen dargestellt werden:
{| border="1" cellpadding="5" cellspacing="0" align="center"
|+Tabelle mit Sprachverwandschaften zwischen...
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! style="background:#CFCFCF;" | Hunnisch
! style="background:#CFCFCF;" | Göktürkisch
! style="background:#CFCFCF;" | Türkisch
! style="background:#CFCFCF;" | Mongolisch
! style="background:#CFCFCF;" | Deutsch
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|hun ||hun ||hun (heute: halk; aus dem Persisch-Arabischen) ||hunn ||Mensch, Volk
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|ulus ||ulus ||ulus ||ölös ||Lager, Stamm, Volk, Nation
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|tengri, tanry ||tengri, tanry ||tanrı ||tengri ||Gott
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|kok ||kök ||gök, mavi (aus dem Persischen; daneben: gökçe!) ||kök, qöq ||Himmel, Blau
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|tengeriz, dengiz ||tengis ||deniz ||tengis (mongolisches dalai nur noch in der Religion) ||Meer
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|khan ||khan ||(k)han ||qan ||Herrscher, König
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|khagan ||khagan ||kağan (aus: k(h)ag(h)an) ||qaqan ||Herrscher, Kaiser
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|khanum || khanum ||hanum (aus: (k)hanum)|| qanum || vornehme Dame, Herrscherin
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|ordu ||ordu ||ordu ||ördö ||Heer, Horde
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|orta ||orta ||orta ||örtä ||Gemeinschaft
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|altyn ||altyn ||altın ||altyn ||Gold, golden
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|su ||su ||su ||us/su||Wasser
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|ak ||ak ||ak ||aq ||Weiß
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|khara ||khara, qara ||kara ||qara ||Schwarz
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Diese Auflistung beweist uns noch in der heutigen Zeit, daß vor allem das Türkische eine direkte Fortführung des Hunnischen darstellt und das es sich - im Gegensatz zum Mongolischen, welches in der Folgezeit einem großen tungusisch-chinesischen Einfluss unterstanden ist - seit ihrer ersten Erwähnung (ca. 1766 v. Chr.) kaum verändert hat. Zwar weisen die türkischen Hoch-Sprachen der Neuzeit, Türkei-Türkisch, Aserbaidschanisch, Turkmenisch (= Oghusisch) und Usbeko-Uygurisch (= Tschagatai) aufgrund ihrer frühzeitigen Islamisierung seit dem 8. Jahrhundert einen großen arabisch-persischen Einfluss auf. Doch bereits in den Sprachen der Tataren, Kasachen und Kirgisen (= Kyptschak-Türkisch) nimmt dieser islamische Einfluss bereits merklich ab und in den Sprachen der Altai-Türken (= Uygur-Türkisch) fehlt er völlig. Die letzteren zeigen vielmehr einen fließenden Übergang ins Mongolische, während die nordöstliche türkische Sprache, das Saqa- oder Sacha-Türkische, die Sprache der Jakuten, einen großen tungusischen Spracheinfluss aufweist. Bei den europäischen Nachfahren der alten On(o)guren, den Erben der alten Hunnen Attilas, ist für den Laien nicht mehr und für einen türkischen Muttersprachler die hunnisch-türkische Herkunft dieses Wolgabulgarischen kaum noch zu bemerken - zu sehr gingen diese Hunno-Bulgaren in den benachbarten slawischen und finnischen Sprachen auf, während sie auf dem Balkan völlig verschwand.
Im Verlauf ihrer Wanderung intigrierten die ursprünglich mongoliden Hsiung-nu/ Hunnen zunehmend indogermanische Gruppen, so dass sie bereits in der Völkerwanderung als ein reines Mischvolk anzusehen sind, bei dem allerdings das türkische Erbe noch überwog.
Man sieht den Zeitraum der westlichen Wanderung des Reitervolkes der West-Hunnen, den "Hunnensturm" im 4. Jahrhundert n. Chr. Diese Gruppe der Onoguren oder Kara-Bulgharen, die europäischen Hunnen, unter Attila, unterwarfen die Ostgoten und vertrieben die Westgoten.
Nachdem Attila sich zum Alleinherrscher der Hunnenstämme gemacht hatte, wurden sie durch ständige Kriegszüge von Ungarn ('Hun-garn'= entstanden aus: Hun-Ogur = "hunnischer Ogure") aus eine Gefahr für das Römische Reich. Nach der Niederlage gegen die Römer und Westgoten 451 n. Chr. und Attilas Tod zerfiel ihr Reich.
Die Ost-Hunnen (die Chioniten oder auch Rote Hunnen und die Weiße Hunnen genannten Hephthaliten) eroberten ab 350 Baktrien, Teile des Iran und Nordindiens und gründeten große, aber kurzlebige Reiche. Die Hephthaliten hatten wesentlichen Anteil am Niedergang des indischen Großreichs der Gupta.
Siehe auch: Geschichte der Mongolei
Hsiung-nu
Diskusion über die Identität von Hunnen und Hsiung-nu
Das Wort "Hunne" (Eigenbezeichnung der Hsiung-nu war Hun bzw. Hunlar) ist ein alttürkisches mit der Bedeutung von "Mensch" oder "Volk". Zeittafel Hunnen/Hsiung-nu
Zeittafel Hunnen