Huronen

Die Huronen (Eigenbezeichnung Wyandot) sind ein ehemals mächtiges Indianervolk Nordamerikas. Sie siedelten am Huronsee und bildeten eine Konföderation aus vier großen und mehreren kleinen Stämmen. Sie sollen tüchtige Ackerbauern gewesen sein.

Geschichte

Ursprünglich gehörten sie zu den Irokesen, trennten sich aber von diesen und verbündeten sich mit Algonkin-Völkern.

Im 17. Jahrhundert (1648 bis 1649) wurden sie durch Kämpfe mit den westlichen Irokesen, v.a. Mohawk, fast aufgerieben. Der Name Huronen geht auf eine französische Bezeichnung zurück (Mittelkamm des Wildschweinschädels "La Hure").

Bedeutung der Huronen

Die Huronen sind durch die Lederstrumpf-Erzählungen von James Fenimore Cooper in die Literatur eingegangen. Dort werden sie als Furcht verbreitende, talentierte Krieger geschildert. Jedoch spielen diese Erzählungen im 18. Jahrhundert, während die Bedeutung der Huronen schon im 17. Jahrhundert endete. Maßgeblich für Cooper war wohl, dass die Huronen als Fidele de France, also als frankreichfreundlich galten.

Tourismus

Heute verwenden die Kanadier gerne zu touristischen Zwecken den Begriff Huronia für das ehemalige Siedlungsgebiet der Huronen. Sehenswert ist die wiederaufgebaute jesuitische Missionsstation Sainte Marie aux pays des Hurons die von 1639 bis 1649 existierte.

Weblinks