Hutewald

Hutewälder (auch Hudewälder genannt) sind Wälder, in denen traditionell große Pflanzenfresser (Megaherbivoren), meist Hausrinder oder Pferde weiden.

Diese Wälder sind licht bis räumdig, da durch die Beweidung sämtliche Naturverjüngung vernichtet wird. Die wenigen Bäume (oft mächtige, jahrhundertealte, zerklüftete und bereits sterile Eichen) bilden große ausladende Kronen aus. Da im 19. Jahrhundert fast überall die Waldweide aufgrund von der mit dieser Nutzungsform verbundenen Waldvernichtung erfolgten gesetzlichen Verboten eingestellt wurde, gibt es heute auch nur noch wenige Hutewälder.

Oft findet man jedoch in heutigen Wäldern einzelne alte Eichen mit ausladender Krone, die nur durch Waldweide entstanden sein können , so etwa im so genannten "Urwald" vom Bialowieza. Nach der Megaherbivorentheorie stellen Hutewälder nur ein Stadium in einem Sukzessionskreislauf dar, der aber für die Artenvielfalt entscheidend ist.

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