Hyperventilation

Hyperventilation steht für die willentliche oder unwillentliche Beschleunigung und/oder Vertiefung der Atmung über den Körperbedarf hinaus.

Die erhöhte Durchlüftung führt zwar kaum zur Mehraufnahme von Sauerstoff, da die Aufnahmefähigkeit des Blutes für Sauerstoff schon bei normaler Atmung meist voll gedeckt wird. Allerdings kommt es zur vermehrten Abatmung des im Körper entstehenden Kohlendioxid, daraus folgt eine Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Kohlensäure (der gelösten Form von Kohlendioxid) und Calcium im Blut. Der so entstehende relative Calcium-Mangel kann zu Krämpfen Tetanie mit typischer Pfötchenstellung der Arme und Hände sowie zu Kribbeln, besonders um den Mund herum, führen.

Außer zugrundeliegenden inneren Krankheiten kann auch psychischer Stress unbewusst zur Hyperventilation führen. Mit den Krämpfen und dem Kribbeln steigt meist die Panik. Ein besonderer Fall der (willentlichen, aber nicht beabsichtigten) Hyperventilation kann auftreten bei der Zirkularatmung, wie sie Blasinstrumentenspieler, v.a. beim Didgeridoo verwenden. Bei unangenehmen Nebenwirkungen hilft auch hier die nachfolgend beschriebene Methode.

Die Symptome können gemildert werden, indem die Ausatemluft in eine Plastik-oder Papiertüte geblasen und nochmals eingeatmet wird, damit kann der Körper das Kohlendioxid wieder aufnehmen, die Symptome lassen nach, die Panik geht zurück.

Der trance-ähnliche Zustand, der durch Hyperventilation erzeugt wird, ist Voraussetzung für eine Reinkarnationstherapie oder um eine Astralreise unternehmen zu können.



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