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Bis zu Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Städte Harappa und Mohenjo-Daro entdeckt wurden, war die Indus-Kultur unbekannt. Des weiteren sind Kot Diji und Lothal wichtige archäologische Stätten, die sich durch die einheitlich hohe Qualität des Städtebaus, insbesondere ihrer Wasserversorgung und Kanalisation, auszeichnen.
Daneben fällt die Abwesenheit militärischer Anlagen auf; auch die in anderen Kulturen immer gegenwärtigen Waffen findet man nicht. Die Städte im Industal wurden offenbar anders regiert als diejenigen in Mesopotamien, Ägypten oder im Reich der Mitte; sie brauchten weder untereinander noch gegen Nachbarn den Krieg als (Miss)verständigungsmittel.
Ein reger Warenaustausch mit Sumer, sowohl über Land (heutiger Iran) als auch über See, ist durch Funde und Dokumente in Sumer, wo die Indus-Kultur 'Meluha' genannt wurde, belegt. Da die Schrift der Indus-Kultur bislang nicht sicher entschlüsselt werden konnte (sie ist nur in relativ kurzen Schriftzügen überliefert und mit keiner bekannten Schrift verwandt), sind Dokumente der Indus-Kultur nicht zugänglich. Aus dem gleichen Grund ist auch die Sprache der Indus-Kultur nicht bekannt; eine Vermutung ist, dass sie ein Vorläufer des heute im südlichen Indien gesprochenen Drawidisch war.
Der Niedergang der Indus-Kultur fällt mit drei Umständen zusammen.
Veröffentlichungen zur Indus-Schrift von Asko Parpola, Gregory Possehl und Iravatham Mahadevan.
Veröffentlichungen zur Indus-Kultur: Michael Jansen, Die Indus-Zivilisation. Wiederentdeckung einer frühen Hochkultur. Köln 1986, DuMont Dokumente.
Geschichte des Industals
Weiterführende Literatur