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Die Utopie ist vor allem während der 1990er Jahre verbreitet worden, und wurde durch den großen Booms an unprofitablen Geschäftsideen für das Internet, der sogenannten New Economy-Blase, diskreditiert. Politisch ist insbesondere Perry Barlows Adaption der Frontier Metapher auf das Internet kontrovers diskutiert worden.
Die Vorlage für die Idee Informationsgesellschaft hat wohl Marshall McLuhan in seinem Buch 'Das Globale Dorf' in den 40er Jahren geliefert. McLuhans Buch ist keine ökonomische Vorhersage, sondern widmet sich vielmehr der Annahme einer globalen Vernetzung der Menschen und den soziologischen Implikationen, die daraus erwachsen könnten.
Ebenfalls zu erwähnen wäre hier Teilhardt DeChardin und sein Buch der 'Mensch im Kosmos', ca. 1930, in dem er eine Vernetzung der Menschen und die Wandlung der Erde von einer Biosphäre in eine Soziosphäre prognostiziert. Die Erde verwandele sich also von einem Biotop in ein denkendes Wesen. DeChardin beschreibt das Ziel unserer Evolution mit Hilfe der Technik als das Zusammenwachsen der Einzelwesen zu einem großen Gemein-Wesen.
Informationsgesellschaft kann auch als ein politisches Buzz-word verstanden werden und fand Aufnahme in zahlreiche deutsche Regierungspapiere.
Der Begriff ist eher als mediales Trendwort mit nur geringer Halbwertszeit anzusehen, ähnlich wie die Dienstleistungsgesellschaft.
siehe auch digitale Kluft , WSIS