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Wissensmanagement beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Wissensbasis eines Unternehmens. Unter der Wissensbasis eines Unternehmens werden alle Daten und Informationen, alles Wissen und alle Fähigkeiten verstanden, die diese Organisation zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben in einer zunehmend komplexeren und schnelllebigeren Wirtschaft benötigt.
Das Wissen innerhalb eines Unternehmens wird dabei als Produktionsfaktor verstanden, der neben Kapital, Arbeit und Boden tritt. Die strategische Grundlage für das Wissensmanagement bietet vor allem der Knowledge-based View of the Firm.
Informationssysteme leisten dabei einen Beitrag durch die Vernetzung der Mitarbeiter und die Bereitstellung von Informationen. Als Konsequenz wurde in den letzten Jahren der Vorstand vieler Unternehmen um die Position des Chief Information Officers (CIO) erweitert. Die Informationsverarbeitung eines Unternehmens muss dabei auf seine Gesamtstrategie abgestimmt werden bzw. umgekehrt.
Modelle
Ein frühes, aber immer noch weit verbreitetes, von Gilbert Probst an der Universität Genf und der Geneva Knowledge Group entwickeltes Modell entwirft dabei einen Wissenskreislauf aus operativen ("innerer" Kreislauf) und strategischen ("äußerer" Kreislauf, stellt den traditionellen Managementprozess dar) Bausteinen:
Dieses Konzept ist auch als Rahmenmodell von Krcmar bekannt.
Ein geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement wird definiert als eine Managementaufgabe, die für die regelmäßige Auswahl, Umsetzung und Evaluation von prozessorientierten WM-Strategien zuständig ist, mit dem Ziel die Wissensverarbeitung in den operativen wissensintensiven Geschäftsprozessen zu unterstützen, zu verbessern und weiterzuentwickeln, um schließlich zur Kernwertschöpfung des Unternehmens beizutragen.
Eine wichtige Voraussetzung für Customer Knowledge Management sind das Management der Kundenschnittstellen sowie Kenntnis sog. Lead User.
Informationsmanagement nach Krcmar
Informationsmanagement beinhaltet alle ''(...) "Managementaufgaben, die einerseits auf drei Ebenen (entsprechend den behandelten Objekten)
''andererseits über die Ebenen hinweg als
realisiert werden müssen."Teilbereiche
Siehe auch: Expertensystem, FachinformationKontrolle versus Kreativität
Instruktionen bedeuten für Menschen etwas anderes als für Computer. Viele Autoren meinen, dass Wissen gar nicht gemanaged werden kann, da Management Kontrolle beinhaltet, Wissen aber auch auf dem kreativem Umgang mit Kontext und Assoziationen aufbaut, der durch Kontrolle behindert wird (Georg von Krogh, 2000).Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement
Die theoretische und praktische Entwicklung in den vergangenen Jahren ist im Wissensmanagement u.a. durch eine intensive Orientierung auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens geprägt. Dabei werden verschiedene Perspektiven betrachtet, u.a die wissensbasierte Gestaltung von Geschäftsprozessen oder die Unterstützung von Geschäftsprozessen durch Wissen.Customer Knowledge Management
Das Customer Knowledge Management (CKM) beschäftigt sich mit dem Wissen über den Kunden, dem Wissen von Kunden und dem Wissen für Kunden. Ziel ist es, Kundenwissen zu gewinnen und es in die Geschäftsprozesse eines Unternmehmens zu integrieren. Dabei wird zwischen operativen Geschäftsprozessen sowie Strategie- und Innovationsprozessen unterschieden.Literatur
Fachzeitschriften
Weblinks
Hochschulausbildung