Interferometer (Radioastronomie)

Ein Interferometer aus Radioteleskopen wird benutzt, um mit kleineren Anlagen eine hohe Winkelauflösung zu erreichen. Die höhere Winkelauflösung führt zu höher auflösenden Bildern von nahe beieinanderliegenden oder räumlich ausgedehnten Radioquellen. Die Signale der verschiedenen Radioteleskope werden elektrisch, falls Kabelverbindungen praktikabel sind, oder auf dem Rechner simuliert miteinander überlagert. Das überlagerte Signal wird mit Hilfe der mathematischen Methode der Fouriertransformation ausgewertet. Das Ergebnis ist eine Karte des beobachteten Bereiches, die idealerweise die gleiche Auflösung hat wie ein Radioteleskop mit einem Durchmesser, der dem Abstand der Einzelantennen des Interferometers entspricht.

Beispiele für Radiointerferometer:

In jedem Fall führt die Interferometrie nur dann zu einem Ergebnis, wenn sich der Wegunterschied der unterschiedlichen Signale ändert, denn in der Fouriertransformation wird die Intensität des Signals in Abhängigkeit vom Wegunterschied ausgewertet. Da Interferometer in der Radioastronomie meist auf der Rotation der Erde beruhen, tritt die Weglängenveränderung in Ost-West-Richtung auf, so dass die Auflösung vorwiegend in dieser Richtung verbessert wird.

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