Interkontinentalrakete

Als Interkontinentalrakete (engl. ICBM = InterContinental Ballistic Missile) wird eine Boden-Boden-Rakete hoher Reichweite bezeichnet. Nach dem raketengetriebenen Start dringt das Projektil in den Weltraum ein, der meist antriebslos (= ballistisch) bis zum Ziel durchflogen wird. Moderne ICBM enthalten auch Raketenmotoren für den letzten Flugabschnitt, um die Flugbahn zu korrigieren und somit eine höhere Zielgenauigkeit zu erreichen.

Im Gegensatz dazu fliegen Kurz- und Mittelstreckenraketen in den unteren Bereichen der Erdatmosphäre, sie haben eine kleinere Reichweite. Die Abgrenzung des Begriffs Interkontinentalrakete zu Begriffen wie Langstreckenrakete, Mittelstreckenrakete, ist uneinheitlich.

Als Besonderheit ist die Möglichkeit zu nennen den Weg zum "Gegner" durch Überfliegung des Nordpol zu verringern. Rechweiten über 10.000 km sind möglich. Aus diesem Grund befinden sich in Alaska Anlagen zur Raketenortung.

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