|
|
Nach außen verheimlichen Internetsüchtige oft ihre Sucht oder wollen sie nicht wahrhaben. Sie bagatellisieren z.B. ihr Verhalten. Ist der PC einmal defekt, kommt es zu Entzugserscheinungen, schlechter Laune, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Schweißausbrüchen. Es kann auch dazu kommen, dass der Süchtige kaum noch etwas isst, wenn er vor dem Monitor sitzt.
Als besonders gefährdet gelten depressive und einzelgängerisch veranlagte Menschen. Besonders verbreitet soll die Internetsucht bei männlichen Surfern unter 18 sein, weil sie sich dem Druck des Alltags nicht gewachsen fühlen und zum Ausgleich in die virtuelle Welt flüchten. Schüler vernachlässigen ihre Hausaufgaben. Erwachsene ziehen sich immer mehr von der Außenwelt zurück. Viele surfen nachts stundenlang herum und kommen übermüdet zur Arbeit.
Seit dem Jahr 2000 hat sich nach den Untersuchungen des Berliner Psychiaters Werner Platz die Zahl der Internetsüchtigen in Deutschland vervierfacht. In Berlin gibt es ca. 10.000 Internetsüchtige, was aber nur die Spitze des Eisberges sei.
In den USA wird die Zahl der an Internetsucht-Erkrankten auf ca. 200 000 geschätzt. Diese Schätzung geht aus einer Studie der amerikanischen Psychologie-Professorin Kimberly S. Young hervor [1]. Young schätzt die Internet-Sucht, die sie "pathological internet use" (PIU) nennt, weltweit auf etwa 7% der www-Surfer. Eine österreichischen Studie (Zimmerl und Panosch) [1] ergab dass 12.7% der untersuchten Probanden ein suchtartiges Verhalten aufweisen, welches man als "Pathologischen Internet - Gebrauch (PIG)" bezeichnen könnte. Gemäß einer wissenschaftliche Studie der Humboldt Universität Berlin verbringen Internetsüchtige in der Schweiz durchschnittlich 35, Gefährdete 20 Stunden Stunden pro Woche auf dem Netz. Jugendliche und Männer gehören zur Risikogruppe.
| Table of contents |
|
2 Stadien 3 Siehe auch 4 Weblinks |
Symptomatik
Stadien
Siehe auch
Weblinks