Isomer

Der Name Isomer ist von Iso isos (griech.) = gleich und meros (griech) = Teil abgeleitet.

Table of contents
1 Chemie
2 Kernphysik
3 Weblinks

Chemie

Isomere sind chemische Verbindungen der gleichen Summenformel aber unterschiedlicher chemischer Struktur und teilweise auch unterschiedlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften.

Arten der Isomerie

;Konstitutionsisomerie:Unterschiedliche Strukturformeln, daher Verknüpfung der Atome des Moleküls

Bsp.: Butanol und 2-Methyl-1-propanol

;Stereoisomere:Unterschiedliche räumliche Anordnung

;Konfigurationsisomerie:Stereoisomere, die sich nur durch Bindungbruch ineinander überführen lassen.

Bsp.: Cis-Trans-Isomerie an Doppelbindungen

;Konformationsisomere:Stereoisomere, welche sich durch die Drehung von Einfachbindungen ineinander überführen lassen. Thermische Energie bei Raumtemperatur reicht dafür meist aus.
Bsp.: Ekliptisches und gestaffeltes Ethan (gut sichtbar in Newman-Projektion)

;Enantiomere:Stereoisomere, die sich wie Bild und Spiegelbild zueinander verhalten (chiral,
Chiralität) und keine Symmetrieebene aufweisen. Enantiomere drehen die Ebene des linear polarisierten Lichts und sind damit optisch aktiv. Messung mittels Polarimeter. Eine 50:50-Mischung von zwei zueinandergehörenden Enantiomeren heißt Racemat.
Bsp: Aminosäuren, Zucker

;Diastereomere:Stereoisomere, die sich nicht wie Bild und Spiegelbild zueinander verhalten.
Bsp.: Weinsäure (siehe: meso-Verbindung)

Kernphysik

In der Kernphysik bezeichnet Isomer einen angeregten Atomkern, der nach außen weiterhin diesselben physikalischen und chemischen Eigenschaften besitzt. Isomere können durch den so genannten Gammazerfall in den Grundzustand übergehen, wobei
Gammastrahlung freigesetzt wird.

Weblinks