IT-Berufe bezeichnet eine Anzahl von Berufsausbildungen, die 1997 von der IHK eingeführt wurden. Die Einführung der neuen Berufsbilder hatte zum Ziel, speziell Unternehmen aus der Informations- und Telekommunikationsbranche neue Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.
Die neu eingeführten Ausbildungsberufe sind
- Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung/Systemintegration
- Informatikkaufmann
- IT-Systemelektroniker
- IT-Systemkaufmann
Die neuen Berufsbilder wurden im Höhepunkt des Internet- und EDV-Booms in den 1990ern eingeführt um den veränderten Anforderungen der Unternehmen nachzukommen. Die Berufe versuchen mit unterschiedlichen Schwerpunkten die kaufmännischen Aspekte mit Fachwissen aus der EDV zu verbinden. Dabei ist z.B. der Beruf des Informatikkaufmanns speziell auf den Umgang mit dem Kunden ausgelegt. Das Angebot wurde von vielen Firmen angenommen, doch wenige Jahre später folgte die Ernüchterung. Negativ veränderte Wirtschaftsdaten, das Platzen der Dotcom-Blase sowie das Überschätzen der neuen Berufsbilder führte dazu, daß viele Auszubildende nach erfolgreicher Abschlußprüfung nicht übernommen wurden.
Auch wird kritisiert, daß viele Berufsschulen nicht den Anforderungen einer IT-Ausbildung gerecht werden. Veraltetes Lehrmaterial, fehlende Computer und mangelndes Fachwissen des Lehrpersonals behindern oft eine effiziente und qualifizierte Ausbildung.