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| Amtssprache || Japanisch
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| Hauptstadt || Tokio
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| Staatsform || konstitutionelle Monarchie
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| Kaiser (Tenno) || Akihito
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| Ministerpräsident || Jun'ichiro Koizumi (seit 2001)
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| Fläche || 378.000 km²
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| Einwohnerzahl || 127 Mio. (Stand 2002)
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| Bevölkerungsdichte || 336 Ew. pro km²
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| Währung || Yen
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| Zeitzone || UTC +9
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| Nationalhymne || Kimi Ga Yo
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| Autokennzeichen || J
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| Internet-TLD || .jp
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| Vorwahl || +81
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|}Japan (日本 Nihon; früher auch Nippon) ist nach Indonesien, Madagaskar und Papua-Neuguinea der viertgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik vor den Küsten Russlands und Südkoreas und umfasst die vier Hauptinseln Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyūshū sowie über 3.000 kleinere Inseln. Der Landesname setzt sich aus den Zeichen "日" (Aussprache "Ni", in der Bedeutung "Sonne") und "本" (Aussprache "Hon", in der Bedeutung "Ursprung" oder "Wurzel") zusammen.
| Table of contents |
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2 Politik 3 Geographie und Klima 4 Bevölkerung 5 Kultur 6 Weblinks |
Hauptartikel Geschichte Japans
Japan wurde wahrscheinlich über den Seeweg von China, Korea, der Halbinsel Sachalin und von weiter südlich gelegenen Regionen aus besiedelt. Das überlieferte Gründungsjahr des japanischen Kaiserreiches ist 660 v. Chr durch den legendären, aber historisch nicht nachweisbaren Jinmu Tenno. Im 5 und 6. Jahrhundert erreichten dann die Schrift, der Buddhismus und andere Bestandteile der chinesischen Kultur die Insel.
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Im 16. Jahrhundert kamen Händler und Missionare aus England, Portugal, den Niederlanden und Spanien auf die Insel.
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Die älteste politische Partei Japans ist die Öffentlich Gesellschaft von Patrioten (Aikoku Koto), die 1874 gegründet wurde und deren erste politische Forderung die Errichtung einer repräsentativen Gesetzgebung war. Erst am 1. Juli 1890 fanden aber die ersten politischen Wahlen Japans und damit die ersten in einem asiatischen Land überhaupt, statt. In Folge des im Vorfeld des ersten Weltkriegs aufkeimenden Militarismus, wurde die Parteilandschaft jedoch sukszessive wieder zerstört und wich am Ende einer nationalen Einheitspartei, die einer Militärdiktatur unterstand.
Die größte japanische Partei ist zu Zeit die regierende konservative Liberaldemokratische Partei (LDP).
Weitere große Partein sind die Demokratische Partei (DP), die liberale Partei, die Kommunistische Partei Japans (KPJ) und die pazifistische Sozialdemokratische Partei (früher Sozialistische Partei) (SDP).
Nachdem die LDP 38 Jahre lang alleine regierte, verlor sie aufgrund zahlreicher politischer Skandele und Abspaltungen im Sommer 1993 ihre absolute Mehrheit, worauf sich eine Regierung unter Ministerprädisent Morihiro Hosokawa (Sozialdemokraten) formierte, die von allen größeren Oppositionsparteien außer den Kommunisten gestützt wurde. Obwohl es der neuen Regierung gelang, viele der zuvor von der LDP lange angestrebte Reformen durchzusetzen, trat diese nach nur acht Monaten zurück. Die neue Koalition aus LDP, SDP und Sakigake-Partei bildete zunächst unter dem SDP-Vorsitzenden Tomiichi Murayama eine Regierung, der 1996 von dem LDP-Vorsitzenden Ryutaro Hashimoto abgelöst wurde. 2001 wurde dieser wiederum von seinem LDP-Nachfolger Junichiro Koizumi beerbt.
Die SDP stand lange Zeit für einen radikalen Pazifismus und bestritt die Verfassungmäßigkeit der Verteidigungsstreitkräfte Japans und den Sicherheitsvertrag mit den USA. 1994 revidierte die SDP ihre Positionen dahingehend und versank damit bei den Wahlen im gleichen Jahr fast in der Bedeutungslosigkeit. Bis heute konnte die ehemals größte Oppositionspartei nicht wieder Fuß fassen.
Die KPJ strebte lange Zeit eine "demokratische Revolution des Volkes und eine anschließende sozialistische Revolution" an und vertrat ebenfalls einen radikal pazifistische und demokratische Politik, die u.a. die Forderung nach einer parlamentarischen Republik an Stelle der konstitutionellen Monarchie einschloss. Im Jahr 2004 revidierte jedoch auch de KPJ auf ihrem 23. Parteitag große Teile ihres Parteiprogramms und bekannte sich zu den japanischen Streitkäften, dem militärischen Bündnis mit den USA sowie zur japanischen Verfassung und damit auch zum Kaiser. Im Parteiprogramm heißt es dazu jedoch noch: "Über die Fortführung oder Abschaffung des Kaisersystems soll künftig mit dem Willen der Bevölkerungsmehrheit entschieden werden, wenn die Zeit dafür gekommen ist."
Die neue japanische Verfassung wurde am 3. November 1946 verkündet und trat am 3. Mai 1947 in Kraft. In ihr verpflichtet sich das japanische Volk den Idealen des Friedens und der demokratischen Ordnung.
Besonders der Aspekt des Weltfriendens besitzt in Anbetracht der Schrecken des zweiten Weltkriegs in der Verfassung einen sehr hohen Stellenwert. So heißt es in der Präambel beispielsweise: "Wir, das japanische Volk, wünschen Frieden für alle Zeit. [...] Wir wollen einen ehrenhaften Platz in einer internationalen Gemeinschaft einnehmen, die sich alle Zeiten für die Aufrechterhaltung des Friedens und die Verbannung von Tyrannei und Sklaverei, Unterdrückung und Intoleranz von der Erde einsetzt."
Der Kaiser, in Japan Tenno genannt, wird als Symbol des Staates und der Einheit des Volkes hervorgehoben. Die souveräne Macht allerdings liegt alleine beim Volk. Die Verfassung lehnt außerdem den Krieg als souveränes Recht ab. Auch die Androhung militärischer Gewalt als Mittel zur internationalen Konfliktlösung wird abgelehnt und ist Japan verfassungsmäßig verboten. Desweiteren wird die Uverletzlichkeit der Menschenrechte betont.
Das frühere Oberhaus, dem vor der Verfassung von 1947 nur Mitglieder des Adels angehörten, wird dem Repräsentantenhaus klar untergeordnet und wie dieses demokratisch gewählt.
Die Exekutive liegt beim Kabinett, das dem Parlement (Repräsentantenhaus und Oberhaus) verantwortlich ist. Daneben besteht ein föderatives politisches System, welches das Land 47 Präfekturen einteilt, die teilweise autonome Regierungsgewalt haben (siehe unten).
Das Nationale Parlement ist das höchste Organ der Staatsgewalt und die einzige gesetzgebende Körperschaft Japans. Es besteht aus dem nach den Reformen im Jahr 1994 nur noch 500 Parlamentariern umfassenden Repräsentantenhaus und dem Oberhaus mit 252 Sitzen.
Von den 500 Sitzen des Repräsentantenhaus werden 300 in Ein-Mandat-Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlrecht und 200 landesweit nach dem Verhältniswahlrecht gewählt.
Passives Wahlrecht für das Repräsentantenhaus erhalten alle Männer und Frauen mit dem vollendeten 25. Lebensjahr, für das passive Wahlrecht im Oberhaus muss das 30. Lebenjahr vollendet sein.
Wahlberechtigt sind alle japanischen Männer und Frauen mit dem vollendeten 20. Lebensjahr.
Japan ist in 47 Präfekturen unterteilt.
Diese sind in Größe und Bevölkerungsdichte sehr unterschiedlich. Die meisten entfallen auf die Hauptinsel Honshu, während z. B. die zweitgrößte Insel Hokkaido nur eine einzige Präfektur hat.
Gemäß der Verfassung hielt sich Japan lange Zeit aus sämtlichen bewaffneten Konfilkten heraus und forcierte stattdessen eine auf Freihandel ausgerichtete multilaterale Handelspolitik.
Im Januar 2004 stimmte das Parlament zum ersten Mal seit 1945 der Entsendung japanischer Soldaten in ein fremdes Land, nämlich dem Irak zu, worin Ministerpräsident Junichiro Koizumi einen Beweis für die engen freundschaftlichen Beziehungen zu den USA sah, viele Japaner jedoch einen klaren Verfassungsbruch.
Die nördlich von Japan liegenden Südkurilen-Inseln sind seit 1945 von Russland besetzt, werden aber von Japan beansprucht. Dieser Konflikt ist ein andauerndes Problem in den japanisch-russischen Beziehungen.
Der höchste Punkt Japans ist der Berg Fuji auf der Hauptinsel Honshu mit 3776 m über Nullniveau. Japan liegt an einer geologischen Bruchzone und hat etwa 240 Vulkane, von denen 40 aktiv sind. In der Region gibt es häufig Erdbeben. Mehr als die Hälfte des Landes ist gebirgig, mit zwei größeren Beckenlandschaften und acht großen Ebenen.
Das Klima ist im Norden kühl-gemäßigt mit recht kalten Wintern, im Süden subtropisch.
Wichtige Städte:
Die indigene Minderheit der Ainu auf der nördlichen Insel Hokkaido stellt heute nur noch einige zehntausend Mitglieder. Sie gilt als verhältnismäßig gut in die Gesellschaft integriert.
Eine weitere Minderheit stellen die Buraku, die ethnisch Japaner sind, deren Vorfahren aber nach shintoistischer und buddhistischer Auffassung unreine Berufe ausübten und die daher noch heute sozial ausgegrenzt sind.
Daneben lebt noch eine unbestimmte Anzahl ethnischer Koreaner in Japan, die weder von Nord- noch von Südkorea als Koreaner gesehen werden, von japanischen Behörden aber nicht als Staatsbürger angesehen werden.
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Siehe auch: Liste der Regionen JapansBevölkerung
Kultur
Weblinks
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