Jean-Philippe Rameau

Jean-Philippe Rameau war ein Komponist und Theoretiker, geb. 25. September 1683 in Dijon, gest. am 12. September 1764 in Paris.

Biographie

Rameau bildete sich unter Leitung Marchands in Paris zum Organisten aus, wirkte zeitweilig als solcher in Lille und Clermont und ließ sich 1721 in Paris nieder, wo er sich zunächst durch sein 1722 veröffentlichtes Harmoniesystem ("Traité 'harmonie") einen Ruf als Theoretiker erwarb. In den folgenden Iahren bewährte er sich durch zahlreiche Klavier- und Orgelkompositionen auch als schasfender Künstler; das Gebiet aber, auf welchem er den höchsten Ruhm ernten sollte, das der dramatischen Komposition, betrat er erst als ein Fünfziger mit seiner 1732 aufgeführten Oper "Hippolyte et Aricie". Das Erscheinen dieses Werkes bildet insofern eine Epoche in der Geschichte der französischen Großen Oper, als es das erste war, welches den bis dahin das Repertoire allein beherrschenden Opern Lullys ebenbürtig gegenübertreten konnte, In der Folge schrieb Rameau noch 22 Werke für die Große Oper, von denen "Castor et Pollux" (1737) das bedeutendste ist. Gleichzeitig war er unermüdlich mit theoretischen Arbeiten beschäftigt und bestrebt, seinen Prinzipien, welche später die Grundlage der Harmonielehre bilden sollten und es noch bis zur Gegenwart geblieben sind, Geltung zu verschaffen. Vom König in den Adelstand erhoben und zum Kabinettskomponisten ernannt, starb Rameau am 12. September 1764 in Paris. 1876 wurde ihm in seiner Geburtsstadt ein Denkmal errichtet.

Quelle