Jedermann

Der Jedermann ist ein Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal, das am 22. August 1920 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Das Spiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes (nach einer Vorlage des englischen Mysterienspiels "Everyman" aus dem 15. Jahrhundert) wurde seither jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. Seit 2002 wird der "Jedermann" in einer von Christian Stückl leicht aufgepeppten Version gezeigt, der 2003 auch abendliche Vorstellungen mit künstlichem Licht einführte. Am 5. August 2003 erfolgte die 500. Vorstellung. Auch von anderen Bühnen und Amateurtheatergruppen wird der "Jedermann" aufgeführt, zum Teil in Dialektbearbeitungen.

Table of contents
1 Dramatis Personae und ihre Darsteller bei den Salzburger Festspielen (unvollständig)
2 Bearbeitungen des Jedermann-Stoffes
3 Weblinks

Dramatis Personae und ihre Darsteller bei den Salzburger Festspielen (unvollständig)

Der Spielansager: Georg Schuchter, Herbert Föttinger, Riederinger Kinder
Gott der Herr: Ewald Balser, Hans-Michael Rehberg
Erzengel Michael
Tod: Werner Krauß, Ernst Deutsch, Kurt Heintel, Martin Benrath, Peter Simonischek, Otto Sander, Jens Harzer
Teufel: Helmuth Lohner, Otto Schenk, Udo Samel, Ulrich Mühe, Tobias Moretti

Jedermann: Alexander Moissi (1920/21, 1926-31), Paul Hartmann (1932-34), Raoul Lange (eine Vorstellung 1934), Attila Hörbiger (1935-37), Ewald Balser (1946), Will Quadflieg (1952-59), Walther Reyer (1960-68), Ernst Schröder (1969-72), Curd Jürgens (1973-77), Maximilian Schell (1978-82), Klaus Maria Brandauer (1983-89), Helmuth Lohner (1990-94), Gert Voss (1995-98), Ulrich Tukur (1999-2001), Peter Simonischek (2002-)
Jedermanns Mutter: Agnes Fink, Christine Ostermayer, Jennifer Minetti
Jedermanns guter Gesell: Kurt Heintel, August Schmölzer, Tobias Moretti
Der Hausvogt: Johann Christof Wehrs
Der Koch: Georg Reiter, Maximilian Simonischek
Ein armer Nachbar: Fritz Muliar, Hans-Michael Rehberg
Ein Schuldknecht: Anton Burkhart
Des Schuldknechts Weib: Gundula Rapsch, Susanne Schäfer

Buhlschaft: Johanna Terwin, Christiane Hörbiger (1969-71), Senta Berger (1974-1982), Elisabeth Trissenaar, Sunnyi Melles, Maddalena Crippa, Dörte Lyssewski, Sophie Rois, Veronica Ferres
Dicker Vetter: Oswald Fuchs
Dünner Vetter: Achim Buch
Tischgesellschaft

Mammon\: Kurt Heintel, Jörg Gudzuhn, Erwin Steinhauer (1998/99), Thomas Thieme, Florian Stetter, Maximilian Brückner
Werke: Christine Ostermayer, Maria Bill, Elisabeth Rath
Glaube: Kitty Speiser, Elisabeth Schwarz

Zitat: Hugo von Hofmannsthal, 1920

Der von Palästen und Säulenbogen umschlossene Domplatz ist italienisch, fast zeitlos. Herein blicken die Berge einer deutschen Landschaft, gekrönt von einer deutschen Burg. Die Franziskanerkirche ragt daneben auf, reines Mittelalter. Die Statuen vor dem Dom sind frühes Barock. Es war der Gedanke Max Reinhardts, auf diesem Platze, vor der Fassade des Doms, das Gerüst für das "Jedermann"-Spiel aufzubauen. Aber als das Spiel lebendig wurde, schien es sein Gedanke gewesen zu sein, der in diesem Platz, diesem Ganzen aus Natur und Baukunst, immer gelegen war. Die Fanfarenbläser und Spielansager hatten ihren selbstverständlichen Platz, zerstreut auf dem marmornen Portikus. Wie ein Selbstverständliches wirkten die marmornen fünf Meter hohen Heiligen, zwischen denen die Schauspieler hervortraten und wieder verschwanden, wie ein Selbstverständliches die Rufe "Jedermann" von den Türmen der nahen Kirche, von der Festung herab, vom Petersfriedhof herüber, wie ein Selbstverständliches das Dröhnen der großen Glocken zum Endes des Spiels, das Hineinschreiten der sechs Engel ins dämmernde Portal, die Franziskanermönche, die von ihrem Turm herunter zusahen, die Kleriker in den hundert Fenstern des Petersstiftes, wie ein Selbstverständliches das Sinnbildliche, das Tragische, das Lustige, die Musik.

Bearbeitungen des Jedermann-Stoffes

Weblinks