|
|
Siehe auch: Portal Musik, Renaissancemusik
Ockeghem war geistlichen Standes, entschied sich jedoch für die Musik. 1453 wurde er Kapellmeister am französischen Hof. Er schrieb zahlreiche Messen und Motetten. Daneben war er vor allem ein Meister des textierten und untextierten Chansons.
Ockeghem zählt zur zweiten Epoche des franko-flämischen Stils, hier allerdings zu den frühesten Vertretern. Daher finden sich in seinem Werk noch zahlreiche Spuren der ersten Epoche, z.B. Chansons in der dreistimmigen Normalforn, bestehend aus Tenor, Contratenor (im c4-Schlüssel) mit einem im c1- oder c2-Schlüssel etwa eine Quinte höher stehenden Diskant. Im Liber Fridolini Sichery ist Ockeghem unter der Schreibweise Ockenhem, Ockengem und Ockenghem mit drei dreistimmigen Instrumentalstücken vertreten. Er ist einer der ersten Komponisten, bei denen der Bass voll ausgebildet ist und auch in dieser Funktion erscheint.
Die Chansons des 14. und 15. Jahrhunderts gelten im französischen Nationalbewusstsein durchaus als Vorläufer des heutigen literarischen Chansons etwa von Georges Brassens, Jacques Brel, Georges Moustaki etc.Biographie