Johannes XXIII. (Gegenpapst)

Johannes XXIII. (eigentlich Baldassare Cossa) war Gegenpapst von 1410 bis 1415. Er war zunächst Offizier, dann wurde er jedoch Geistlicher und 1402 Kardinal.
Während des Abendländischen Schismas wurde er 1410 nach dem Tod Alexanders V, der in Pisa residierte, zum Gegenpapst gegen Gregor XII (in Rom) und Benedikt XIII (in Avignon) gewählt. Er musste 1415 der Einberufung des Konzils von Konstanz durch König Sigismund zustimmen. Dieses Konzil setzte Johannes (und die beiden anderen Päpste) ab und wählte Martin V zum neuen Papst. Johannes wurde bis 1418 im Auftrag Kaiser Sigismundss in Schloss Eichelsheim (bei Mannheim) gefangen gehalten. 1419 wurde Johannes von Martin begnadigt und zum Bischof von Tusculum ernannt, am 22. Dezember 1419 starb er in Florenz.

Siehe: Johannes XXIII



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