Jonglieren

Jonglieren ist die Kunst, mehrere Gegenstände abwechselnd oder gleichzeitig wiederholt in die Luft zu werfen und wieder aufzufangen, so dass sich zu jedem Zeitpunkt mindestens einer der Gegenstände in der Luft befindet. Zu den üblichen Gegenständen, mit denen gewöhnlich jongliert wird, gehören Bälle, gefüllte Stoffbeutel, Ringe, Keulen, Messer, Fackeln und alles andere, wovon man sich vorstellen kann, dass es möglich ist, es in die Luft zu werfen (auch mit laufenden Kettensägen wurde schon jongliert).

Table of contents
1 Geräte
2 Praxis
3 Weblinks

Geräte

Im weiteren Sinne gehören dazu auch Kontaktjonglagen, bei denen der Jongleur Gegenstände durch mehr oder weniger ständigen Kontakt auf ungewöhnliche Weise in Bewegung hält. Weitere Jonglierartikel siehe auch: Eine bei Jongleuren auch sehr beliebte Art ist das Passen, welches man auf einer so genannten Jonglierconvention bewundern kann.

Der früheste bekannte Bericht über Jonglage stammt aus Ägypten von einem unbekannten Prinzen im 15. Grab in Beni Hassan aus einer Zeit um etwa 1994 - 1781 v.Chr.

Neuere glaubwürdige Berichte über die Maximalzahl von Gegenständen, mit denen jongliert wurde (mindestens 2 Berührungen je Gegenstand), sind 10 Bälle oder 12 Ringe oder 9 Keulen.

Jonglieren gehört zu den Darbietungen im Zirkus.

Praxis

Jonglieren kann jeder ohne großen Aufwand lernen, aber meist wird nach den ersten enttäuschenden Versuchen aufgegeben. Dabei gibt es für den fast zwangsläufigen ersten Misserfolg zwei Gründe, die sich ziemlich einfach beheben lassen, wenn man nur darüber informiert ist:

Grund 1: Bei den ersten Versuchen mit drei Bällen wird (intuitiv) meist probiert, mit einer Hand immer nur zu werfen und mit der anderen immer nur nachzureichen, weil das mit zwei Bällen so wunderschön funktioniert. Das gibt es zwar auch als Wurfmuster für drei Bälle, aber es ist nicht das einfachste, mit dem man beginnen sollte. Das einfachste Wurfmuster für den Anfang ist, mit beiden Händen abwechselnd zu werfen und zu fangen ("Kaskade").

Grund 2: Zum Erlernen des Jonglierens eignen sich normale pralle Springbälle (wie Tennisball usw.) ganz schlecht, weil die nicht besonders griffig sind. Der ideale Jonglierball ist einfach nur aus Stoff und lasch mit Granulat (z.B. Bohnen) gefüllt, so dass er beim Runterfallen schlicht platt liegen bleibt. Für solche griffigen Spezialbälle kann man im Jonglierladen locker 15 Euro pro Stück hinlegen. Eine brauchbare Ersatzlösung ist, einen nicht aufgeblasenen größeren Luftballon mit normalem Reis voll zu füllen und zuzuknoten.

Praktische Übungen

Eine Art der Notation für Jongliermuster liefern Siteswaps.

Weblinks