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| Table of contents |
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2 Poltitische Karriere 3 Kritik an Haider |
Ausbildung
Volksschule Bad Goisern 1956-1960, Gymnasium Bad Ischl 1960-1968, Studium der Rechte und Staatswissenschaften an der Universität Wien (Dr. iur.) 1969-1973; Präsenzdienst 1968-1969.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Universitätsassistent am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien 1973-1976; Angestellter der Firma Kostmann, Klagenfurt 1976-1977; Unternehmer.
Poltitische Karriere
Haiders politische Karriere begann 1970, als er Vorsitzender der FPÖ-Jugendorganisation wird. 1986 wird er Vorsitzender der FPÖ.
Mitglied der Kärntner Landesregierung von 1983 bis 1986, Landeshauptmann von Kärnten 1989 bis 1991 sowie wieder seit dem 8. April 1999, zweiter Landeshauptmann-Stellvertreter von Kärnten 1991 bis 1992, Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Jugend 1970 bis 1974, Mitglied des Bundesparteivorstandes der FPÖ 1974, Landesparteisekretär der FPÖ Kärnten 1976 bis 1983, Landesparteiobmann der FPÖ Kärnten 1983 bis 1998, Bundesparteiobmann der FPÖ 1986 bis 2000, Klubobmann der FPÖ 1986 bis 1989 sowie 1992 bis 1999.
Haider hatte mehrmals einen Sitz als Abgeordneter im Nationalrat (1979-1983, 1986-1989, 1992-1999).
1999 gelingt es der FPÖ unter seiner Führung zweitgrößte Partei zu werden und erstmals nach 30 Jahren einen Regierungswechsel in Österreich herbeizuführen (Koalition mit der ÖVP). Dies löst internationale Proteste aus, da die FPÖ mit Haider als eine mögliche neue Rechtsaußenbewegung angesehen wird. Die EU reagiert mit politischer Ächtung Österreichs. Auf den Straßen Wiens kommt es zu Großdemonstrationen von Haider-Gegnern. Auch im Ausland wird gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ unter Jörg Haider demonstriert.
Im 2000 tritt Haider überraschend von seinem Posten als FPÖ-Vorsitzenden zurück, bestreitet jedoch, sich damit den internationalen Protesten gebeugt zu haben. Im Oktober des Jahres wird ihm vorgeworfen, ungesetzliche Abfragen im zentralen Polizeicomputer angeordnet zu haben.
Obgleich nicht mehr in der Bundespolitik tätig, reicht sein Einfluss nach wie vor bis nach Wien. 2002 endet ein Machtkampf Haiders mit der FPÖ-Bundesparteispitze mit dem Rücktritt der Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und zweier Minister. Haider übernimmt den Parteivorsitz, tritt jedoch gleich wieder zurück. Neuwahlen werden anberaumt, bei denen Haider als Spitzenkandidat jedoch nicht zur Verfügung steht. Stattdessen wird Herbert Haupt ins Rennen geschickt. Während Haupt sich für ein Fortbestehen der Koalition mit der ÖVP einsetzt, ist Haider dagegen.
Nach einer dramatischen Wahlniederlage, für die ihm eine Hauptschuld gegeben wird, kündigt er zunächst seinen Rücktritt als Kärntner Landeshauptmann an, macht später jedoch einen Rückzieher.
Er ist seit 30. Juni 2003 Mitglied des Österreich-Konvents.
Kritik an Haider
Nach mehrfachen fremdenfeindlichen und antisemitischen Äußerungen sowie kritisierter freundschaftlicher Kontakte zu Iraks Diktator Saddam Hussein wird Haider von Gegnern als Rechtspopulist eingestuft. So fällt er in der Öffentlichkeit negativ auf, als er das Buch eines Holocaust-Leugners schriftlich relativiert. Haider lobt auch die nationalsozialistische Beschäftigungspolitik und nennt Angehörige der Waffen-SS anständige Menschen mit Charakter. Auch für einen Vergleich des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac mit Napoleon wird er von den Medien kritisiert.
Haider gilt als EU-Skeptiker.
Siehe auch: Knittelfelder