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Geboren ist Piłsudski am 5. Dezember 1867 in Sulowo bei Vilnius, gestorben am 12. Mai 1935 in Warschau.
Seit 1893 war er führendes Mitglied der polnischen sozialistischen Partei und stellte sich im 1. Weltkrieg im Interesse einer polnischen Eigenstaatlichkeit auf die Seite Deutschlands (siehe Geschichte Polens). 1918, nach der wiedererlangten vollständigen Unabhängigkeit Polens, wurde Piłsudski "Staatschef" mit "besonderen (diktatorischen) Vollmachten" (bis 1922. Er verfolgte nun das Ziel der Wiederherstellung der polnischen Grenzen aus der Zeit vor den polnischen Teilungen. So befahl er den Angriff auf die Sowjetrussland. Nach anfänglichen Erfolgen (Eroberung Kiews) musste die von ihm befehligte Armee starke Verluste hinnehmen und wurde nur durch Zufall nicht besiegt ("Wunder an der Weichsel"). Am 18. März 1921 ließ er den Friedensvertrag von Riga unterzeichnen, in dem Polens Ostgrenze festgeschrieben wurde. Nach einem Staatsstreich 1926 wurde Piłsudski erneut vom polnischen Sejm zum Staatsoberhaupt gewählt, verzichtete aber auf die weitere Präsidentschaft (zum Präsidenten wurde Ignacy Mościcki gekürt). In seiner späten Lebenszeit bemühte sich Piłsudski um eine Sicherung der polnischen Staatsgrenzen und eine Stabilisierung des Landes nach innen.
Anfang 1934 handelte er mit Adolf Hitler den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt aus, der am 26. Januar 1934 unterzeichnet wurde.\n