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Innerhalb der Halakha, der jüdischen Gesetze und Traditionen, werden die Kinder einer jüdischen Mutter als Juden betrachtet.
Das ist unabhängig davon, ob der oder die Betreffende den jüdischen Glauben praktiziert, nur jüdischen Gebräuchen folgt oder sich ganz vom Judentum abgewandt hat.
Außerdem ist Beitritt zum Judentum durch Konversion (Gijur genannt) möglich.
Ein einfacher 'Glaube' an die jüdische Religion macht einen Menschen jedoch nicht zum Juden.
Diesem Prinzip wurde im Judentum seit mindestens 2000 Jahren, wahrscheinlich aber schon länger, gefolgt.
Dadurch entwickelte sich eine Kultur, die über lange Zeit stabil blieb und eine eigene Identität bewahrte.
Heute unterscheidet man säkuläre und "religiöse" Juden.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind innerhalb einiger jüdischer Lehrmeinungen, insbesondere in den USA, die Kriterien, ein Jude zu sein, aufgeweicht worden.
Im Reformjudentum in den USA und im liberalen Judentum Großbritanniens - wird eine einfachere Konversion akzeptiert. Zudem können Kinder eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter ebenfalls als Juden angesehen werden, wenn die Kinder jüdisch sozialisiert worden sind.
Diese Abweichung von der traditionellen Sichtweise hat teilweise zu Spannungen mit traditionellen (konservativen, orthodoxen) Juden geführt.
Das deutsche Wort "Jude" kommt vom hebräischen yehudi, was soviel wie "Bewohner des Landes Juda" bedeutet.
Im Altgriechischen entstand daraus Ιουδαιος (Ioudaios), im Latein Judaeus.
Siehe auch: Antisemitismus, Zionismus, Holocaust
Wer ist Jude
Traditionell
Neubewertungen
Etymologie
Weblinks