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Ausgelöst wurde sie durch die ultrareaktionäre Politik Karls X, dessen oberstes Ziel es war, vollständig hinter die Französische Revolution zurückzugehen. Sein Kabinett unter dem Grafen Polignac regierte konsequent an der Abgeordnetenkammer vorbei. Gemeinsam mit den sozialen Problemen der bereits einsetzenden Industrialisierung führte dies zu einer explosiven Stimmung, die auch nicht durch die Eroberung Algeriens im Frühjahr abgelenkt werden konnte.
Ähnlich wie in der Revolution von 1789 verband sich das liberale und (und auch bonapartistische) Bürgertum mit einer proto-proletarischen Unterschicht, die erstmals seit 1795 politisch wieder aktiv wurde. Vorbereiter der Revolution war der Chefredakteur des National, Adolphe Thiers, der in den folgenden Regierungen zum wichtigsten Mann wurde.
Unmittelbarer Auslöser waren die Juliordonnanzen, in denen die Abgeordnetenkammer aufgelöst, der Wahlzensus extrem nach oben gesetzt und die Pressefreiheit weiter eingeschränkt wurde.
Nach wenigen Tagen Barrikadenkämpfen gab die Regierung auf und Karl X. flüchtete nach Großbritannien. Die Unruhen der Unterschicht konnten ohne Probleme unterdrückt werden und auch die Republikaner konnten sich nicht durchsetzen, zumal ein republikanisches Frankreich außenpolitische Schwierigkeiten bis hin zu einer Intervention der Heiligen Allianz hätte fürchten müssen. So setzte sich die gemäßigte Partei des Großbürgertums um Thiers und vor allem François Pierre Guillaume Guizot durch. Ein entfernter Vetter des Königs wurde auf den Thron gesetzt: Louis Philippe von Orléans.
Damit begann die Periode der "Julimonarchie", die als Goldenes Zeitalter des französischen Bürgertums gilt.
Gleichzeitig strahlte diese Revolution auf den Rest Europas aus. Nicht nur, dass die liberale Bewegung überall Auftrieb erhielt, in Sachsen, Hannover, Hessen-Kassel und Braunschweig wurden nach Unruhen neue Verfassungen erstellt, die aber noch im landständischen Rahmen blieben.
Auch in Italien (Kirchenstaat, Parma und Modena) gab es Unruhen, vor allem aber in Polen, wo die polnische Frage durch den Aufstand von neuem aufs Tapet kam. Der Zar wurde als König von Polen abgesetzt und eine nationale Regierung unter Adam Jerzy Fürst Czartoryski wurde gebildet. Erst im Herbst 1831 konnte der Aufstand von russischen Truppen niedergeschlagen werden; Polen sank in den Rang einer russischen Provinz herab. In Paris entstand eine einflussreiche polnische Emigrantenszene, die sich aber bald in "Weiße" und "Rote" aufspaltete.
Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft Frankreichs gab es Auswirkungen: die südlichen Niederlande rebellierten gegen die nördliche Bevormundung und im November 1830 wurde das Königreich Belgien ausgerufen. Die Verfassung, die sich der neue Staat gab, galt als die fortschrittlichste Europas. Die Grenzen des Landes wurden nach diversen Militäraktionen erst 1839 mit der Teilung Luxemburgs festgelegt.