Jura (Geologie)

Der Jura bezeichnet in der Geologie die erdgeschichtliche Formation des Mesozoikums (Erdmittelalter). Er umfasst die Epochen Lias (Unterer Jura, ältere Bezeichnung: Schwarzer Jura), Dogger (Brauner Jura) und Malm (Oberer Jura, älter: Weißer Jura). Die daraus abgeleiteten Gesteinsschichten heißen ebenfalls Jura. Die Jurazeit begann vor etwa 195 (205) Millionen Jahren (Ende des Trias) und endete vor etwa 135 (142) Millionen Jahren (Beginn der Kreide).

Ereignisse des Jura

Geologie

Während des frühen Jura brach der Superkontinent Pangäa auseinander, die Bruchstücke bildeten Nordamerika, Eurasien und Gondwana. Der frühe Atlantik und das Tethysmeer waren noch schmal. Im späten Jura zerbrach auch der Südkontinent Gondwana.

Fauna und Flora

Der Jura stellt die erste Blütezeit der Dinosaurier dar.

Eine bekannte Fundstätte für Fossilien des Lias ε (z. B. Ichthyosaurier, Seelilien, Ammoniten) ist Holzmaden bei Aichelberg, am Fuß der Schwäbischen Alb.

Der Urvogel Archaeopteryx wurde in Gesteinsschichten des Oberen Jura (Malm) gefunden, bislang ausschließlich auf der Fränkischen Alb, insb. bei Solnhofen.

Aus dem Jura stammt auch das bisher älteste Säugetier-Fossil, Hadrocodium wui.

Klima

Das Klima im Jura war warm, Spuren großer Inlandseisschilder wurden nicht gefunden. Wie in der Trias befand sich kein festes Land in der Nähe der geographischen Pole.

Siehe auch :


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Lias - Dogger - Malm




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