Kanarische Inseln

Die Kanarischen Inseln sind eine geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik, ca. 150 km nordwestlich von Westmarokko. Die Bezeichnung "Kanaren" geht vermutlich auf lat. canis (= Hund) zurück, da die Inseln der Sage zufolge von großen Hunden bewacht wurden.

Table of contents
1 Geschichte
2 Geographie

Geschichte

Seit etwa 2000 v. Chr. waren Menschen auf den Inseln präsent. Einige Inseln wurden jedoch erst viel später besiedelt. Die Ureinwohner der Kanarischen Inseln, die Guanchen, wurden 1402 bis 1496 durch die Spanier unterworfen und im Verlauf der Geschichte ausgerottet. Seither gehören die Inseln zu Spanien.

Geographie

Sie bestehen aus den sieben Hauptinseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro, sechs mittleren Inseln (Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste) und verschiedenen kleineren unbewohnten Inseln und Felsen (wie Anaga, Salmor und Garachico). Sie liegen im Atlantik in einer geografischen Region, die als Makaronesien bezeichnet wird (zusammen mit den Kapverdischen Inseln, den Azoren, und dem Madeira-Archipel). Der höchste Berg der Kanarischen Inseln ist der 3718 m hohe Pico de Teide. Er liegt auf der Insel Teneriffa.

Klima

Das Klima ist das der Kanarischen Inseln ist aufgrund der Äqutornähe (zwischen dem 27. und 29. Breitengrad) das ganze Jahr über angenehm, was den Kanarischen Inseln den Beinamen "Inseln des ewigen Frühlings" eingebracht hat. Das Meer gleicht die Temperaturen aus und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara fern. Die Tagestemperaturen bewegen sich das ganze Jahr über zwischen ca. 20°C und 29°C.

Klimatabelle (Beispiel Gomera)
Monat                   JAN FEB MÄR APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ 
-----------------------------------------------------------------------
Ø Tagestemperatur        21  21  22  23  24  25  27  29  28  26  24  22 
Ø Nachttemperatur        15  15  15  16  17  18  20  21  20  19  18  16 
Ø Sonnenstunden pro Tag   6   6   7   8   9   9   9   9   8   7   6   5 
Ø Regentage/Monat         6   4   3   2   2   1   0   0   2   5   6   7 
Ø Wassertemperatur       19  18  18  18  19  20  21  22  23  23  21  20 

Wasserhaushalt

Wasserhaushalt der Inseln bzw. der
Niederschlag ist vor allem durch die Passatwinde geprägt. Aufgrund der Höhe der Passatwinde (ab ca. 600/700 m über NN gibt es gravierende Niederschlagsunterschiede auf den einzelnen Inseln. Inseln wie z.B. Lanzarote weisen kaum Erhebungen auf, die diese Höhe erreichen. Der Passatwind mit seiner Feuchtigkeit weht schlichtweg über diese Insel hinweg.

Als anderes Beispiel mag Gomera dienen. Gomera erhebt sich deutlich bis in die Zone der Passatwinde. An den Hängen Gomeras hat sich aufgrund seiner Höhe der sogenannte Nebelwald ausgebildet. Die anflutenden Passatwinde steigen hier auf und kondensieren als Nebel oder auch Regen aus (Steigungsregen). 70 % des Wassers auf Gomera stammt so aus dem Nebelwald bzw. der Nebelwaldregion. Die Flechten- und Moosvegetation der Nebelwälder (siehe Bild) ist ein redsames Beispiel für Niederschlag über den Nebel.

Politik

Die Inseln bilden zusammen eine Autonome Region (span comunidad autónoma, vergleichbar mit einem Bundesland) Spaniens.

Provinzen

Siehe auch: Pyramiden von Güímar, Kanarienvogel



Autonome Regionen in Spanien:
Andalusien | Aragón | Asturien | Balearen | Baskenland | Kanarische Inseln | Kantabrien | Kastilien-La Mancha | Kastilien-Leon | Katalonien | Extremadura | Galicien | La Rioja | Madrid | Murcia | Navarra | Valencia

Autonome Städte in Spanien:
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