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2 Die Karäer im osmanischen Reich 3 Weblinks |
Die Karäer (Karaimen) Osteuropas
Die Karäer Osteuropas, also Litauens, Polens und der Ukraine betrachteten im 19. und 20. Jahrhundert ihre Gemeinschaft überwiegend als gegenüber dem Judentum eigenständige biblische Religion. Darüber hinaus gab und bei einem Teil von ihnen eine Selbstverständnis als eigenständige Gruppe ohne im ethnischen Sinne jüdische Wurzeln. Ihre in verschiedene Dialekte zerfallende Karaimische Sprache ist eine Turksprache, die vom Aussterben bedroht oder bereits nicht mehr aktiv gesprochen wird.
Im 14. Jahrhundert waren Karäer von der Krim nach Litauen und in die heutige West-Ukraine das damalige Galizien gewandert. Nach der Eingliederung der Krim (1783) und den polnischen Teilungen (1772 - 1795) gehörten alle Siedlungs- und Sprachinseln der Osteuropäischen Karäer zum zaristischen Russland. Dort wurden die Karäer im Gegensatz zu den Juden nicht diskriminiert. Auch während der deutschen Besetzung ihrer Siedlungsgbiete galten sie als "tatarische Volksgruppe" und waren daher von der Verfolgung ausgenommen.
Ein religiöses und historisches Zentrum der Karäer Osteuropas ist die Stadt Trakai in Litauen.
Die Karäer im osmanischen Reich
\nAuch im Orient, v.a. im osmanischen Reich, gab es neben den sephardischen Juden, die nach der Vertreibung aus Spanien 1492 ins Land geholt wurden, zahlreiche karaitische Gemeinden. Der Istanbuler Stadtteil Karaköy (unterhalb von Beyoglu am der Brücke über das Goldene Horn) ist nach ihnen benannt (Karai-köy), und weiter flussaufwärts am Goldenen Horn gibt es noch eine karaitische Synagoge (Besonderheit: die Eintretenden ziehen, wie in Moscheen, die Schuhe aus).
Weblinks
\n* http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/type=anfragen&count=1&recno=1&sort=datum&order=down&id=33&re=39