Eine Kardanwelle ist eine Gelenkwelle und wird zur Übertragung einer Drehbewegung genutzt. Sie besteht im Grunde genommen aus einem stabilen Rohr, das die Verbindungsstrecke zwischen Krafterzeugung und dem Ort, an dem die Kraft benötigt wird, verbindet.

Kardanwelle
An den Enden wird die Kardanwelle meist mit Kreuzgelenken angeschlossen. Die Vorteile einer Kardanwelle gegenüber einer Antriebskette sind der geringe Wartungsaufwand und das geringe Spiel. Außerdem können während der Drehung beide Enden ihre Lage zueinander ändern. (z.Bsp.Getriebe und Differential ändern ihre Lage durch die Federung des Fahrzeuges). Nachteilig wirken sich aber das höhere Gewicht und die höheren Kosten aus.
Für geringere Drehmomente kann man auch statt den Kreuzgelenken auch elastische Scheiben verwenden, die ugs. ebenfalls als Kardanscheiben bezeichnet werden. Diese Art ist wesentlich einfacher herzustellen und daher billiger. Sie wurde früher auch in der Fahrzeugtechnik verwendet.
Neben vielen Anwendungen in stationären Maschinen wird eine Gelenkwelle beim Traktor zum Antrieb von Nebenaggregaten wie Mähmaschine, Sähmaschine oder andere verwendet, da diese beweglich am Traktor befestigt werden und ihre Lage ändern können.
Der Begriff Kardanwelle geht zurück auf Geronimo Cardano.