Karl Leisner

Karl Leisner (* 28. Februar 1915 in Rees; † 12. August 1945 in Planegg) ist ein Märtyrer der katholischen Kirche, der durch Nachwirkungen der KZ-Behandlung verstarb.

Er studierte Theologie in Münster und baute dort verbotene Jugendgruppen auf, mit denen er heimlich in die Beneluxstaaten fuhr, um dort freie Lager zu veranstalten. Beim Reichsarbeitsdienst organisierte er Messbesuche für sich und andere Arbeiter, die Gestapo durchsuchte seine Wohnung und seine Unterlagen.

1939 wurde er von Bischof von Galen zum Diakon geweiht. Wenig später wurde er inhaftiert, weil er Hitler kritisiert hatte. Am 14. Dezember 1941 wurde er ins KZ Dachau (in diesem KZ wurden die meisten kirchlichen Häftlinge inhaftiert) eingeliefert. Am 17. Dezember 1944 weihte der französische Bischof Gabriel Piquet den jungen Mann zum Priester. Als das Lager am 4. Mai 1945 befreit wurde, war Karl Leisner so krank, dass er ins Tuberkolose-Sanatorium Planegg bei München eingeliefert wurde. Wenige Monate später verstarb er an den Folgen seiner Krankheit.

Karl Leisner wurde am 23. Juni 1996 von Papst Johannes Paul II in Berlin seliggesprochen. Sein Gedenktag ist an seinem Todestag, dem 12. August.

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