|
|
Nach dem Studium der Volkswirtschaft und der Rechtswissenschaften in Kiel, Frankfurt, Berlin und Heidelberg promovierte der Diplom-Volkswirt Karl Schiller 1935 zum Dr. rer.pol. und habilitierte sich 1939 an der Universität Kiel. 1947 wird er Professor für Wirtschaftstheorie an der Universität Hamburg und später (1956 bis 1958) deren Rektor. Nach seinem Eintritt in die SPD ist er von 1949 bis 1957 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und von 1948 bis 1953 Senator für Wirtschaft und Verkehr in Hamburg. Von 1961 bis 1965 beruft ihn der Regierende Bürgermeister Willy Brandt zum Wirtschaftssenator von Berlin. Von 1965 bis 1972 ist Karl Schiller Mitglied des Deutschen Bundetages. In der Großen Koalition von 1966 bis 1971 wird er Bundesminister für Wirtschaft. In dieser Zeit arbeitet er eng mit dem Bundesfinanzminister Franz Josef Strauß zusammen, was im Volksmund als "Plisch und Plum" kommentiert wird. 1971 übernimmt er auch das Bundesfinanzministerium und wird Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen ("Superminister"). 1972 tritt er aus der SPD aus und arbeitet eng mit dem ehemaligen Kanzler Ludwig Erhard zusammen tritt aber nicht in die CDU ein. 1980 tritt Schiller wieder in die SPD ein und unterstützt u.a. Johannes Rau bei seinem Kanzlerwahlkampf.