Karl Wilhelm von Baden-Durlach

Karl III Wilhelm "Die Fächerstadt verdankt ihre Gründung im Jahre 1715 einer Utopie, dem Traum des Markgrafen von seiner Planstadt. Hier wurde und wird Zukunft vorausgedacht." (Zitat: Stadtzeitung - Bürgermeister) Somit wird Karl-Wilhelm zum "Kulturgründer" und Karlsruhe zur "Wiege der modernen Gesellschaft" erhoben. (Zitat: `Kultur-Bürgermeister) Wie kommt man nur zu solchen bombastischen Aussagen? Bis 1697 fielen die französischen Heere (Melac) immer wieder plündernd und mordend in Baden ein. Die Markgrafen (damals Magnus und Sohn Karl-Wilhelm) flohen mit dem Hofstaat, den Schatztruhen und den Mätressen nach Basel, überließen das Land seinem Schicksal und machten sich lustige Tage. Nach dem Krieg begann die badische Spielart des deutschen Absolutismus. Mit der Planung Karlsruhes entstand auch die "Wiege der modernen Gesellschaft" (wie der (Kultur-Bürgermeister fortwährend tönt) und die sah so aus: Eiligst forderte Kleinpotentat Magnus Großes von den Durlachern: den Wiederaufbau der Karlsburg in ein Protzschloss, eine Art Westentaschen- Versailles sollte es werden, vom Sonnenkönig und anderen Großpotentaten abgekupfert. Der Markgraf wurde allerdings von keinem Manni Schmider oder ähnlichen dubiosen Politspendern bedrängt, daher wollte er sich sein Bauwerk von der völlig verarmten Bevölkerung schenken lassen. Zwei Tage pro Woche musste jeder Durlacher frönen, dennoch scheiterte das Projekt, denn die hungernden Menschen konnten das einfach nicht ableisten. Darauf hin erteilte Söhnchen Karl Wilhelm den Bürgern eine Lektion in Sachen Kultur, denn was jetzt kam, war der „Gegenentwurf gegen Altes und Verstaubtes, der Ausbruch aus den mittelalterlichen Stadtmauern Durlachs“ (Zitat: `Kultur-Bürgermeister): Karl-Wilhelm richtete sich im Hardtwald eine Art Privatbordell ein, verließ seine Frau und die Bevölkerung und erklärte dieses zum Mittelpunkt einer neuen Hauptstadt: Karlsruhe. Unter der Kuppel des achteckigen Turmes seines Schlosses hielt er sich 160 junge Mädchen (teilweise fast noch Kinder!!!!) als seine Leibgarde (Tulpengarde) und am Bett des Markgrafen gab es 160 Klingelzüge, für jedes der in Husarenuniform gekleideten Mädchen einen. "Ich habe von dem ridiculen Serail (lächerlichen Harem) gehört, so der Markgraf von Baden Durlach hält", sagte Liselotte von der Pfalz, die in Paris lebende Schwägerin von Ludwig dem XIV. "Wie ich jetzt von diesem Herren höre, so ist er so närrisch als wenn er aus dem Tollhaus käme" Fazit: Karlsruhe hatte „eine Historie, die für die Welt befruchtend (!!!!) war und ist „ (Zitat: `Kultur´ Bürgermeister) und einen Markgrafen, Karl-Wilhelm 1715, als personifizierte Kultur pur, ein echter Vorzeigepotentat, wenn´s um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas geht, denn der "hat die Zukunft vorausgedacht": Protzen auf Kosten (50 Millionen Euro?) der Bürger. Na so was "Närrisches", wie Liselotte das nannte. Gibt´s das am Ende heute noch?

Quellen: Fecht"Geschichte der Stadt Durlach" - Engelmann"Wir Untertanen" - Stadtzeitung Karlsruhe



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