Karl Ziegler

Karl Ziegler war ein Chemiker, (* 26. November 1898 in Helsa (bei Kassel), † 11. August 1974 in Mülheim an der Ruhr) der in Frankfurt am Main und in Heidelberg Universitätsprofessor, und ab 1943 Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohleforschung war. Er entwickelte ab dem Jahre 1953 ein bei niedrigen Drücken arbeitendes Polymerisationsverfahren für Ethen in Gegenwart von metallorganischen Misch-katalysatoren. Für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Polymeren erhielt er zusammen mit Giulio Natta im Jahre 1963 den Nobelpreis für Chemie.

Nach den beiden Forschern sind die Ziegler-Natta-Katalysatoren benannt, das sind katalytisch wirksame Metallkomplexe, die bei der Reduktion von Übergangsmetallverbindungen (z. B. Titan(III)-chlorid) mit metallorganischen Verbindungen (z. B. Diethylaluminiumchlorid) entstehen und welche die stereospezifische (= räumlich eindeutige) Polymerisation von Olefinen bei Normaldruck ermöglichen. Diese Katalysatoren haben große Bedeutung bei der Herstellung von Polyethen und Polypropen, industriellen Massenprodukten, die das Kunststoffzeitalter mit auf die Wege brachten.



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