|
|
| Karolinasittich | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wissenschaftliche Klassifikation | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Conuropsis carolinensis |
Der Karolinasittich starb aus verschiedenen Gründen aus: Immer mehr Land wurde landwirtschaftlich kultiviert, große Wälder abgeholzt und so sein Lebensraum zerstört. Der Vogel wurde als Haustier gehalten und die schmuckvollen Federn zu Dekorationszwecken verwendet. Die Landwirte betrachteten ihn als Schädling.
Der letzte wilde Vogel starb 1913 in Florida, der letzte in Gefangenschaft starb 1918 im Zoo von Cincinnati.
Bei Vogelhaltern war der Karolinasittich wenig beliebt, da er eine unangenehme und laute Stimme besaß.
Vielleicht hätte die Art in Europa überlebt, da es dort eine freifliegende Population gab, die auf den Freiherrn von Berlepsch zurückging. Doch eines Tages geschah folgendes: In den letzten Weihnachtstagen waren nur noch wenige Vögel sichtbar, und am nächsten Tage waren alle verschwunden. Nachforschungen blieben ohne Ergebnis. Erst später löste sich das traurige Rätsel. In einer fünfzig Kilometer entfernten Dorfkneipe fand man die Überreste von Karolinasittichen, und der Wirt erzählte, dass sein Vater diese komischen Vögel einst innerhalb von zwei Tage vom Baume vor der Kneipe geschossen habe. Er erinnerte sich noch, dass die zuletzt gefallenen die andern immer erneut umflattert hätten und sich so bis zum letzten hätten vernichten lassen. So starb der Karolinasittich in Europa eines unspäktakulären Todes aufgrund der Ignoranz einer einzigen Person.
Weblinks