Der Karpfen (Cyprinus carpio L.) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Ursprünglich stammt der Karpfen aus Asien, die Römer brachten ihn nach Europa. Im Mittelalter wurde er von Mönchen auch im nördlichen Europa eingebürgert. Karpfen sind beliebte Speisefische, in Deutschland insbesondere zu Weihnachten und Silvester. Die Karpfenzucht erfolgt in Teichen, beispielsweise bei Reinfeld in Holstein. Auch in Franken gibt es zahlreiche Karpfenzuchtbetriebe.
Karpfen kommen in Teichen, Bächen und Flüssen vor, sie gehen sogar bis in die Brackwasserregion der großen Ströme. Der Laichvorgang erfolgt in der Uferrregion von Teuchen oder ruhigen Flussabschnitten, vor allem Altwässern. Die Überwinterung erfolgt in tiefen Bereichen.
- Länge: 35 bis 50cm; max. 1,2m bis 35 kg.
- Verbreitung: weltweit gezüchtet.
- Laichzeit Mai bis Juli bei Wassertemperaturen zwischen 18° und 20°C
- Zuchtformen
- Schuppenkarpfen, mit vollständigem Schuppenkleid.
- Zeilkarpfen, mit einer oder selten mehreren Reihen von gleich großen Spiegelschuppen auf den Körperseiten entlang der Seitenlinie.
- Spiegelkarpfen, mit wenigen, verschieden großen und unregelmäßig an der Seite verteilten sog. Spiegelschuppen. Vom Kopf bis zum Schwanz verläuft am Rücken meist eine kontinuierliche Reihe von Schuppen und auch der Schwanzstiel ist beschuppt.
- Lederkarpfen (Nacktkarpfen), ohne oder mit nur wenigen Schuppen.
- Koi-Karpfen bunte Zuchtform aus Japan, als Zierfisch gehalten.
Der Karpfen ist sehr beliebt bei Sportfischern, da er ein starker Kämpfer ist, sehr groß wird und sich durch Boilies sehr selektiv beangeln lässt. Das Karpfenangeln hat sich in der letzten Zeit zu einem etablierten Sport entwickelt dem viele, vor allem jüngere, Angler nachgehen. Dabei gelten Fische (je nach Gewässer) von über 20-30 Pfund als bemerkenswerter Fang, und Fische über 60Pfund kratzen an Rekordmarken (der Weltrekord lag 1998 bei 74,6 Pfund; gefangen im Sarulesti See Rumänien).
Siehe auch: Systematik der Knochenfische