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| Table of contents |
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2 Geschichte 3 Amtliche Kartographie 4 Organisationen 5 Hinweis 6 Literatur 7 Weblinks |
Einführung
Die Kartographen visualisieren raumbezogene Informationen und müssen sich daher seit den ersten Karten mit den Problemen der Kartengestaltung auseinandersetzen.
Eine Karte soll die Umsetzung ihres Inhalts (Linien, Flächen, Symbole...) zu einem Modell in der Vorstellung des Benützers erleichtern, was u.a. mit der Perzeption (siehe Psychologie)zusammenhängt.
Die drei Dimensionen auf einem flachen Tontäfelchen oder Papyrus abzubilden war lange Zeit ein großes Problem. Mit den neuen Erkenntnissen der Erdform als kugelförmiger Körper musste man sich aber auch mit der Kartenprojektion, also der Verebnung eines solchen Körpers auf das Blatt Papier auseinandersetzen (Projektion, Mathematische Kartographie. Zur besseren Beschreibung der geographischen Lage der Orte wurden schon sehr früh die geographischen Koordinaten eingeführt. Diese Lagebeschreibung wurden seit dem 19. Jahrhundert durch weitere Koordinatensysteme (z.B. Gauß-Krüger-Koordinatensystem, UTM-Koordinatensystem) ergänzt.
Geschichte
Die Geschichte der Kartographie hält mit der Entwickelung der Geographie als Wissenschaft gleichen Schritt.
Urgeschichte
Aus der Zeit der Urgeschichte hat man fast nur Sagen, Vermutungen und dürftige Nachrichten über Karten primitivster Art, von denen sich fast keine Spuren erhalten haben. Die bisher älteste kartographische Darstellung fand man im Jahre 1963 im türkischen Çatal Hüyük bei den Ausgrabungen einer neolitischen Siedlung. Die Wandmalerei zeigt die Siedlung um 6200 v.Chr. mit ihren Häusern und dem Doppelgipfel des Vulkan Hasan Dag(3.270m).
Frühgeschichte
Ca. 3800 v. Chr. wurde eine Karte von Nord-Mesopotamien in die so genannte Tontafel von Nuzi (auch Ga-Sur), dem heutigen Jorgan Tepe, südwestlich von Kirkuk, im Irak, geritzt. Auf der 7x7cm großen Tontafel sind Bergen, Flüssen und Städten eingezeichnet.
Die zwischen 1800 v. Chr. bis 1600 v. Chr. erschaffene Himmelsscheibe von Nebra ist die älteste bekannte Himmelsdarstellung und evt. auch die älteste astronomische Sternkarte der Menschheitsgeschichte
Ca. 1500 v. Chr. entstand im heutigen Italien die in ein Felsen geritzte Karte von Bedolina nahe der Ortschaft Capo di Ponte im Tal Val Camonica. Sie zeigt auf 4,16m x 2,30m den Plan eines Ortes, Tiere, und Menschen.
Ebenfalls um ca. 1500 v.Chr. entstand in Babylonien ein Stadtplan von Nippur auf einer 21cm x 18 Zentimeter großen Tontafel, die Stadttor, Gebäude, den Euphrat und sumerische Keilschrift enthält.
Ca. aus dem 6. Jahrhundert vor Chr. stammt eine in eine Tontafel geritzte Weltkarte, die das babylonische Weltbild als Kreis zeigt.
Aus den ersten Jahrhunderten unsrer Zeitrechnung stammen die Handzeichnungen von Karten in den ältesten Manuskripten der Kosmographie des Ptolemäus, einer Erdbeschreibung, die eigentlich ein Verzeichnis astronomischer Positionen ist, nach Breite und Länge auf so unsichere Berechnungen basiert, dass die Fehler der zu großen Länge beim Ostende des Mittelländischen Meers 20°, an der Gangesmündung schon 46° betragen. Ferner die Tabula Peutingeriana, eine von West nach Ost unnatürlich verzerrte Straßenkarte des römischen Reichs mit Angabe der Militärstationen und Meilenentfernungen.
Mittelalter
Die verschiedenen Handzeichnungen, meist von Mönchen herrührend, sind Versuche so genannter Weltkarten (mappae mundi), die aufbauend auf den Irrtümern des Ptolemäos, der noch lange als unfehlbare Quelle galt, durch Mißverstehen der Identität der neuen Entdeckungen einschließlich Marco Polos u.a., die man den alten einfach anreihte., neue hinzugefügt wurden, so dass Asien so weit gegen Osten rückte, dass Kathai (China) nur noch 130° westlich von Spanien lag.
Zu diesen Weltkarten zählen
die Ebstorfer Weltkarte (ca. 1235), die Hereforder Weltkarte (ca. 1270),
die Haldinghams (im Dom zu Hereford, 14. Jahrhundert), die des Marino Sanuto (1320), die Florentiner Seekarte (1351), die so genannte Katalunische Karte (1375) eines mallorcanischen Schiffers, die Karte des Andrea Bianco (1436), die Weltkarte im Palast Pitti zu Florenz (1447), jene des Fra Mauro in der Markusbibliothek zu Venedig (1453).
Der Globus des Nürnberger Gelehrten Martin Behaim von 1492 kann als Schlussstein dieser Periode angesehen werden. Er trägt noch alle Spuren des unvollkommenen Wissens und der Irrtümer seiner Zeit.
Neuzeit
In diesem Zeitabschnitt machen sich die Fortschritte der Kartographie schon sehr bemerkbar.
Es erscheint eine ansehnliche Anzahl von Küstenkarten (portolani), welche in Venedig, Genua, Lissabon, Mallorca und anderen Orten fast fabrikmäßig gefertigt werden, wohl noch mit teilweise falsch orientierten Umrissen, infolge der Unkenntnis der Missweisung (Deklination) der Magnetnadel, und mit bedeutenden Fehlern bezüglich der geographischen Länge, die nur nach der Schnelligkeit des Segelns geschätzt wurde. Aus ihnen werden die Weltkarten zusammengesetzt, und es wird die Kunst des Grabstichels zu ihrer Vervielfältigung aufgeboten.
Jede größere Bibliothek besitzt eine Anzahl von Portolani aus jener Zeit. Seltener sind die Weltkarten, sowohl die Handzeichnungen als die Abdrücke der gestochenen. In diese Suite gehören die Carta marina von Portugal (1504), die türkische Weltkarte (Karten von Piri Reis) (1513), die Weltkarten von Descelliers (1553, im Privatbesitz in Wien), Gaultier (1512), Apian (1524), Ribero (1529), Cabot (1544) u.a. die Globen von Schoner (1520), Mercator (1541) und dessen schon mit wachsenden Breiten konstruierte Weltkarte (1569).
Im Jahre 1507 gibt Martin Waldseemüller Globus und Weltkarte mit der Kontinentbezeichnung Amerika heraus.
Allgemach vollzieht sich die Emanzipation von Ptolemäos, die Adoption bestimmter Projektionen, die Auswechselung fabelhafter und hypothetischer Ausfüllung mit den Ergebnissen neuer Entdeckungen im Bereich des asiatischen und amerikanischen Kontinents. So wird es möglich, dass vor und nach 1600 an die Stelle der Portolani ganze Atlanten treten, z.B. der von Mercator (gest. 1595), den dessen Söhne vollendeten, von Ortelius ("Theatrum orbis terrarum", 1570), Hondius (gest. 1611), Jansson (1636, 6 Bände mit 451 Karten), Blaeuw (gest. 1638) und seinen Söhnen (372 Karten) etc. Damals waren also die Niederländer die Tonangeber im Gebiet der Kartographie. In Deutschland sind zu nennen: Homann (gest. 1724) in Nürnberg (etwa 200 Karten), Seutter in Augsburg (Atlas, Wien 1736, 50 Blatt), in Frankreich Tavernier u. a. Der Landkartenstich war, wie der Buchdruck, ein Gewerbe geworden.
Mit Jacques und César Cassini, welche 1750 bis 1793 die große Triangulation von Frankreich und die darauf begründete große topographische Karte vollendeten, beginnt endlich die Zeit der genauen topographischen Aufnahmen und der kritischen Bearbeitung der Karten. In ersterer Beziehung steht nun Frankreich an der Spitze. Doch genügten die großartigen Leistungen der beiden Cassini nicht, es ward eine neue große topographische Karte geplant, deren letzte Blätter (267) erst Ende des 19. Jahrhunderts erschienen sind. Dem Beispiel Frankreichs folgten nach und nach alle europäischen Staaten, und es fehlt nicht mehr sehr viel, um Europa, mit Ausnahme der Türkei und größerer Teile von Spanien sowie der nördlichsten Teile von Skandinavien und Russland, mit allem Aufwand gereifter Geodäsie trigonometrisch ausgenommen und topographisch mappiert anzunehmen. Unter den asiatischen Ländern erfreut sich Ostindien, unter den amerikanischen die Union des allmählichen Zustandekommens guter Spezialkarten. Für genaue Ausnahme der Küstenstriche aller Ozeane wirken in erster Linie die britische Admiralität, in zweiter die nordamerikanische und französische Marine. Tausende von Seekarten und von topographischen Sektionen beweisen die überall erwachte Tätigkeit der Marinen, der Generalstäbe und Ingenieur-Geographenkorps.
Selbstverständlich ist dieser Umschwung nicht ohne Einfluss auf die Privatindustrie geblieben, und es kann auf die Leistungen der geographischen Institute zu Gotha und Leipzig, auf die Produktion vieler Verleger von London, Paris, Berlin (Reimer), Petersburg etc., auf die zahlreichen Illustrationen zu den Mitteilungen der verschiedenen geographischen Gesellschaften hingewiesen werden, um die Überzeugung zu erlangen, dass die Kartographie beschleunigt in allen Richtungen fortschreitet. Nicht nur der Gelehrte, der Forscher, der Militär, auch der Geschäftsleute und selbst die lauge vernachlässigte Schule finden Befriedigung für ihre mannigfaltigen Bedürfnisse, obgleich noch lange nicht alle Kombinationen erschöpft sind, um den überreichen Stoff dem Fachmann und dem Lernenden mundgerecht zu gestalten.
Während die kartographischen Unternehmungen in Deutschland in der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts hauptsächlich in Thüringen stattfanden, wurde nach 1870 Leipzig das neue Zentrum, weil sich dort Verlage wie Velhagen & Klasing, Wagner & Debes und das Bibliographische Institut niederließen. Das würde so bleiben bis 1945.
In 1817 wurde angefangen mit der Veröffentlichung von Stielers Handatlas, genannt naar Adolf Stieler (1775-1836). Dieser Atlas bestand aus 50 Karten und wurde in 1823 vollendet. Kenner betrachten die späteren Ausgaben wie ein Kunstwerk von großem wissenschaftlichem Wert. Sehr lange wurde für die Karten dieses Atlasses and der absoluten Qualität von Kupferdruck festgehalten.
Ebenfalls das vermelden wert ist der Verlag von Justus Perthes aus Gotha, gestiftet in 1785. Dieser Verlag ist noch immer in Gotha etabliert. Dieser Verlag ging erst später wie seine Konkurrenten über auf Lithographie, blieb es aber übrigens "Kupferstich" nennen.
Eigentlich haben alle Karten aus der ersten Hälfte des 19tes Jahrhundert dieselbe Ansicht. Die Karten haben dieselbe Typographie, dieselbe raupenartige, manchmal tannenbaum-ästige Ansicht von Gebirgen. "Süd-West Deutschland und Schweiz" von 1868, nach entwurf von C. Vogel (1828-97), kann als die erste moderne Atlaskarte betrachtet werden. Die sachliche Schrift von H. Eberhardt und die plastische Gebirgsdarstellung von W. Weiler wurden folglich überall nachgeahmt. Es würde aber noch bis zur 9. Auflage von 1905 dauern vordem alle Karten von Stieler auf diese Art angefertigt werden würden. Diese 9. Ausgabe, die zum ersten Mal in Lithographie realisiert wurde, enthielt 100 Karten. Das war eine Verdopplung des Umfangs seit der ersten Auflage von 1823, und wird druktechnisch als die beste von Stieler angesehen.
Die Bodendarstellung ist in frühen Auflagen des 10ten Drucks (1925) zu schwer angesetzt, was die Lesbarkeit verschlechtert. Dieser 10te Druck, welcher 108 Karten zählte und ein Register von 320.000 Namen enthielt, erschien bis 1944. Eine noch umfassendere, internationale Ausgabe von dem Stieler Atlas blieb mit 84 der geplanten 114 Karten leider unvollendet.
Verleger Perthes ist auch bekannt wegen der Veröffentlichung der folgenden Atlasse:
Moderne
Deutsche Kartographie
Im 19tem und die erste Hälfte des 20ten Jahrhundert nahm die Deutsche Atlaskartographie mit unübertroffenen Meisterwerken eine dominante Position ein. Die Produktion von Atlassen in Deutschland war bis ca. 1870 hauptsächlich in Thüringen (Weimar, Gotha, Hildburghausen) konzentriert. Verlage
Am Anfang gab es den in 1807 vollendeten "Allgemeiner Hand-Atlas der ganzen Erde..." herausgegeben durch das Landes-Industrie-Comptoir c.q. Geographisches Institut (1791-1905) zu Weimar. Der spätere Titel dieses Atlasses war: "Grosser Handatlas des Himmels und der Erde". In der Periode 1820-45 gab vor allem C.F. Weiland (1782-1847) Gestalt an diesem Werk von ca. 60x40 cm, ab 1845-55 H. Kiepert (sehe weiter unten) und zuletzt Carl und Adolf Gräf. Die letzte Ausgabe erschien in 1880 als 49ster Druck.
Das Bibliographische Institut wurde in 1826 gestiftet von Carl Joseph Meyer (1796-1856). In 1984 fusionierte dieser Verlag mit F.A. Brockhaus, wessen Aktien seit 1988 größtenteils im Besitz von Verlag Langenscheidt sind. Das Bibliographische Institut (BI) veröffentlichte im 19ten Jahrhundert zahlreiche große Handatlasse, unter welchen der "Grosse Hand-Atlas über alle Theile der Erde in 170 Karten" (1843-60) der größte war. Die in der Periode 1892-1945 durch das BI herausgegebene Atlasse waren alle basiert auf Kartenmaterial von Meyers Lexika und/oder Meyers Reisebücher. Der erste Atlas von größerem Umfang welcher nach dem Zweiten Weltkrieg vom BI herausgegeben wurde, war Meyers Grosser Weltatlas von 1970.
Der von Verlag Carl Flemming herausgegebener "Vollständiger Hand-Atlas der neueren Erdbeschreibung" ... von Sohr, darf bestimmt nicht vergessen werden. Nach manchen Quellen ist Sohr eine fiktive Figur, an welcher jedoch von Prof. Bonacker ein lobender Artikel gewidmet wurde. Sohr stellte diesen Atlas her in Zusammenarbeit mit Heinr. Berghaus (1797-1884). Der Atlas erschien zum ersten Mal in 1842-44. Die letzte 9. Aufl. erschien in der Periode 1902-06. Der Verlag wurde in 1932 aufgelöst und war damals etabliert in Glogau.
Der große, der gefeierte: so ungefähr muss der berühmte Kartograph Heinrich Kiepert (1818-1899) wohl genannt werden. Er editierte den großen Atlas aus Weimar. Seine wichtigsten Aktivitäten entfaltete er jedoch für Verleger Dietrich Reimer aus Berlin. Vor allem ist sein dort veröffentlichter Atlas Antiquus (1859) bekannt, der in hunderttausenden Exemplaren über die ganze Welt verbreitet wurde und selbst in Niederländischer Übersetzung erschien. Kieperts wichtigstes geographisches Werk ist sein "Neuer Handatlas" von 1860, von welchem der 3te Druck in 1896 erschien.
Über allen anderen herausragend ist "Andrees Allgemeiner Handatlas" (naar R. Andree, 1835-1912) von Verleger Velhagen & Klasing. Dieser Verlag, gestiftet in 1835, wurde von F. Cornelsen in 1954 übernommen und rund 1990 aufgelöst. Die erste Auflage dieses Atlasses erschien in 1881. Danach erschien die umfangreichste Ausgabe (8. Aufl. 5. Druck 1930) mit über 300.000 Namen. Die letzte Ausgabe erschien in 1937. Dieser Atlas hatte ein größeres Format als den Stieler, und hatte eine ruhigere Kartenansicht und verwendete eine noch bessere Typographie. Die wichtigsten Mitarbeiter waren A. Scobe (1851-1912), G. Jungk (†1932), R. Köcher, E. Umbreit (†1904), A. Thomas (†1930), H. Mielisch (†1925) und K. Tänzler (†1944). Eine Anzahl Karten wurde aber anderswo gezeichnet oder lithographiert (Peip, Wagner & Debes, Sternkopf, Sulzer). Andere bekannte Titel von Velhagen & Klasing sind:
Auch nach 1945 sind noch hervorragende Deutsche Atlasse erschienen, aber meistens noch nicht halb so umfassend wie Andrees oder Stielers Handatlas, aber so gut wie alle versehen mit dem Prädikat "gross". Beispiele sind "Der Grosse Bertelsmann Weltatlas" von 1961 und den davon abstammenden "Bertelsmann Atlas International" von 1963, der bereits genannte "Meyers Grosser Weltatlas", "Herders Grosser Weltatlas" von 1968, der wirklich große "Die Erde - Meyers Grosskarten-Edition" von 1978. In der ehemaligen DDR erschien in 1968 "Haack Grosser Weltatlas". Seit 1945 kann man aber nicht mehr von einer Deutschen Hegemonie auf diesem Gebiet sprechen und wurde diese durch Engländer und Amerikaner übernommen.
Als eines der wenigen verwendete das Bibliographische Institut, Hildburghausen den härteren "Stahlstich", der größere Auflagen zuließ. In Groß-Brittannien wurde der Stahlstich übrigens, auch nach der Erfindung rund 1840 des galvanisierens von Kupferplatten, noch längere Zeit verwendet.
(Es werden in kürze noch weitere kleinere Stücke über moderne Geschichte der Kartographie in anderen Ländern übersetzt und zugefügt.)
Als Grundlage für neue Karten sind seit frühester Zeit die Ergebnisse der Geodäsie (Vermessungskunde) interessant gewesen.
Mit der Eroberung der Lüfte und später auch des Weltalls, wurde mit der Fernerkundung und Photogrammetrie eine neue reichhaltige Datenquelle gefunden, die heute nicht mehr wegzudenken ist.
Die rasante Entwicklung von interaktiven Karten im Internet oder bei mobilen Endgeräten sind Schwerpunkt zahlreicher Untersuchungen, aber auch Forschungsschwerpunkte wie Virtuelle Realität oder Augmented reality sind heute in der Kartographie vertreten.
Der Großteil der amtlichen Karten basiert auf der deutschen Grundkarte mit einem Maßstab von 1:5000.
Siehe auch: Kartensammlung, Vier-Farben-Problem
Gravierer
Die Karten sind oft von einer erlesenen Gruppe Gravierer hergestellt, die auf Deutsch auch "Stecher" genannt werden. Diese Gravierer arbeiteten als kleine selbständige Unternehmer und der Beruf wurde von Vater auf Sohn vererbt. Gravierer arbeiteten für verschiedene Verlage oder waren selber auch Verleger. Hierdurch begegnet man in den Atlassen dieser Zeit immer wieder dieselben Namen. Technik
Als Technik wurde ursprünglich der Kupferdruk verwendet weil es die besten Resultate ergab. Im laufe des 19tem Jahrhundert wurde diese Technik ersetzt durch Lithographie, welche unter anderem als Vorteil hat dass auch maschinaler Farbdruck möglich ist.Neueste Entwicklungen
Nach Jahrhundertelanger, hauptsächlich handwerklicher Tätigkeit bei der Originalherstellung oder Reproduktion von kartographischen Erzeugnissen, hat sich mit dem Aufkommen der Computer das Bild der Kartographie stark gewandelt. Mit heutigen Geoinformationssystemen (GIS) arbeiten Kartographen eher am Bildschirm mit Maus und Tastaur als über dem Leuchttisch mit Griffel und Tuschefeder. Amtliche Kartographie
Als amtliche Kartographie bezeichnet man die von staatlichen Behörden erstellten Karten und Daten.Deutschland
In Deutschland ist das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie für kleinmaßstäbige Karten und die nationale Koordinierung zuständig.
Die großmaßstäbigen Karten sind Ländersache und deren Erstellung übernimmt das jeweilige Landesvermessungsamt des Bundeslandes. Speziell für Seekarten und Flusskarten ist das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie zuständig.Österreich
Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) ist hier für die amtliche Kartographie zuständig.Schweiz
Das Bundesamt für Landestopographie (swisstopo) ist hier für die amtliche Kartographie zuständig.Organisationen
Hinweis
Die korrekte Schreibweise war vor der Rechtschreibreform die mit "ph".
Nach der neuen Rechtschreibung sind beide Formen gültig, jedoch ist "Kartographie" die Hauptvariante.
Die DGfK hat beschlossen, dass "Kartographie" geschrieben wird, wenn die Wissenschaft gemeint ist.
Laut Duden ist die Schreibweise mit "f" ("Kartografie") vorzuziehen.Literatur
Weblinks
simple:Cartography