Karton
Bei dem Karton (frz.) handelt es sich entweder um
- Pappe, dickes steifes Papier von mindestens 0,3 mm Dicke, oder
- um einen Entwurf in Originalgröße für Fresken oder Wandteppiche, die vom eigentlichen Künstler erstellt werden.
Bei den Fresken wird diese Methode gewählt, da teilweise auf dem frischen Putz gearbeitet wird, was ausgiebige Vorzeichnungen nicht erlaubt. Bei den Bild- bzw. Wandteppichen wird seit dem Mittelalter dieser spiegelbildliche Entwurf an die Gobelin-Manufakturen weitergegeben, deren Webern er als Vorlage dient. Die Kartons des Peter Paul Rubens für die Bildteppichfolge im Kölner Dom (wird meist nur zu Ostern oder zur Weihnachtszeit gezeigt) oder für den Triumph der Maria Medici gelten ihrerseits als Meisterwerke.
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