Katastrophen der Luftfahrt

Chronologische Auflistung von Katastrophen in der Luftfahrt:

Table of contents
1 Chronik
2 Literatur
3 Weblinks

Chronik

10. Februar 2004

Ein Passagierflugzeug der iranischen Fluggesellschaft Kish Air vom Typ Fokker 50 stürzte auf dem Flug von der iranischen Insel Kisch im Persischen Golf nach Schardschah (Vereinigte Arabische Emirate drei Kilometer vor dem Zielflughafen ab. Mindestens 43 der 46 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.

13. Januar 2004

Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Uzbekistan Airways vom Typ Jakowlew Jak-40 stürzte beim Anflug auf den Flughafen Taschkent/Usbekistan ab. Es kamen alle 36 Menschen an Bord (32 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder) ums Leben. Ursache war schlechtes Wetter, das die Sicht zeitweise auf 200-350 Meter beschränkte. Die Maschine war auf einem Inlandsflug vom Termes im Süden des Landes nach Taschkent.

5. Januar 2004

Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Austrian Airlines vom Typ Fokker 70 musste auf einem Feld vor dem Flughafen München wegen eines Ausfalls beider Triebwerke notlanden. Die Maschine war auf dem Weg von Wien nach München. Aus einer Höhe von 3.000 Metern musste der Flieger ohne Antrieb mit einer Geschwindigkeit von ca. 250 km/h auf einem schneebedeckten Feld notlanden. Dabei brach das Vorderrad weg. An Bord waren 28 Passagiere sowie vier Crew-Mitglieder. Nur acht Personen erlitten Prellungen bzw. Schocks.

3. Januar 2004

Eine ägyptische Passagiermaschine der Fluggesellschaft Flash Airlines vom Typ Boeing 737 stürzte mit 148 Menschen an Bord in das Rote Meer. Absturzursache ist wahrscheinlich ein Problem während der Startphase. Fast alle Opfer waren französische Urlauber auf dem Weg von Sharm el Sheikh nach Paris in Frankreich.

2. Juli 2002

Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Tupolew 154 und eine arabische Frachtmaschine vom Typ Boeing 757 stießen in 11.000 m Höhe über dem Bodensee bei Überlingen zusammen und stürzten ab. Es gab 71 Tote. Als Ursache wurde ein Fehler der zuständigen Luftüberwachungsbehörde angegeben. Es war das schwerste Flugzeugunglück über Deutschland in neuerer Zeit.

11. September 2001

Am Morgen des 11. Septembers 2001 wurde ein terroristischer Angriff gleichzeitig in New York City, Washington, D.C und in der Nähe von Pittsburgh verübt. Vier Passagierjets wurden gekapert, davon zwei in die Türme des World Trade Centers (WTC) und eines in das Pentagon gesteuert. Das vierte Flugzeug stürzte ab, bevor es sein Ziel erreichte.

25. Juli 2000

Bei dem Absturz einer französischen Concorde am 25. Juli 2000 bei Paris kamen 113 Menschen ums Leben. Air France stellte daraufhin den Flugbetrieb der Concorde ein, die britische Flugaufsicht entzog der Concorde die Bescheinigung der Flugtauglichkeit, die sie erst nach zahlreichen Konstruktionsänderungen wieder erlangte.

Im Jahr 2001 entschieden Frankreich und England, die Concorde-Flüge in etwa 1 Jahr einzustellen; die wichtigen Flugrouten in die USA hatten wegen dortiger Widerstände seit langem ein Defizit. Ende 2002 fanden die letzten Flüge statt, womit die Ära des zivilen Überschallflugs bis auf weiteres endete.

31. Oktober 1999

Eine Boeing 767, Flugnummer 990, der Luftfahrtgesellschaft Egypt Air stürzte auf dem Flug von New York City (USA) nach Kairo (Ägypten) ab. Der Absturzort liegt knapp 100 km vor der Küste von Massachusetts. Das Flugzeug ging kurz vor Absturz in einen von einem der Piloten ausgelösten Sturzflug über; alle 217 Menschen an Bord kamen beim Aufprall auf die Meeresoberfläche ums Leben.

2. September 1998

Beim Absturz einer MD-11 der Swissair, Flugnummer 111 auf dem Flug von New York City nach Genf kamen beim Absturz vor der Küste Nova Scotias (Kanada) alle 229 Menschen an Bord ums Leben.

17. Juli 1996

Kurz nach dem Start von New York City explodierte der TWA-Flug 800 in gut 4 km Höhe. Alle 230 Menschen an Bord kamen ums Leben.

11. April 1996

Bei einem Brandunglück im Abfertigungsgebäude des Düsseldorfer Flughafens starben 17 Menschen. Die Terminals wurden weitgehend zerstört. Ursache waren unsachgemäß ausgeführte Schweißarbeiten.

6. Februar 1996

189 Menschen starben beim Absturz einer Boeing 757 der türkischen Fluggesellschaft Birgenair kurz nach dem Start vom Flughafen der Küstenstadt Puerto Plata/Dominikanische Republik ins Meer. Das Flugzeug war von einem deutschen Reiseveranstalters gechartert worden und sollte Touristen aus Deutschland nach Frankfurt bringen. Ursache des Absturzes war technisches Versagen gefolgt von menschlichem Versagen.

4. Oktober 1992

Eine Fracht-Boeing 747-200 der israelischen Fluggesellschaft El Al stürzte nach Ausfall von Triebwerken und Hydrauliksystem in Hochhäuser des Amsterdamer Vorortes Bijlmermeer. Über 200 Menschen verbrannten in dem Flammenmeer. Als Fracht wurden nur Blumen und Parfüm angegeben. Erst viele Jahre später hat die Fluggesellschaft zugegeben, dass 240 kg der Chemikalie DMMP zur Erzeugung von Sarin sowie einige hundert Kilogramm Uran an Bord waren.

26. Mai 1991

Bei einer Boeing 767 der Lauda Air schaltete sich nahe Bangkok durch einen Systemfehler im Steigflug die Schubumkehr beim linken Triebwerk ein. Dadurch stürzte die Maschine ab. Es kamen 213 Passagiere und 10 Crewmitglieder ums Leben.

28. August 1988

3 Düsenjets der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori stießen bei einer Flugshow auf dem Stützpunkt Ramstein zusammen und stürzten in die Zuschauermenge. Von den 300.000 Zuschauern starben 70 Menschen.

21. Dezember 1988

Aufgrund einer Bombe an Bord stürzte der Flug Pan Am 103 über Lockerbie/Schottland ab. Alle 259 Menschen an Bord sowie 11 Einwohner von Lockerbie verloren ihr Leben. Erst am 16. August 2003 übernahm Libyen die Verantwortung für diesen Terroranschlag und zahlte 2,7 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen.

12. Dezember 1985

Ein Flugzeug mit US-Soldaten der Sinai-Friedenstruppe stürzte unmittelbar nach dem Start in Neufundland ab. 256 Menschen kamen ums Leben.

12. August 1985

Eine Boeing-Maschine der Japanese Airlines, Flugnummer 123, befand sich abends auf dem Weg von Tokio-Haneda nach Osaka. Wegen eines religiösen Feiertags war der Flug mit 509 Passagieren ausgebucht. Nach 13 Minuten gab die Crew einen Notruf ab und bat um Rückflug. Die Maschine rollte von links nach rechts und schwang wellenförmig, war somit also auch fast manövrierunfähig. Nach etwa weiteren 32 Minuten ging das Flugzeug im Sturzflug runter, striff eine Bergkuppe, wo es eine Schneise durch den Wald schlug, und zerschellte am nächsten Hang. Von den 524 Menschen an Bord überlebten nur vier.

Obwohl es ein japanischer Inlandsflug war, war die US-amerikanische Unfalluntersuchungsbehörde NTSB vor Ort und untersuchte das Unglück zusammen mit japanischen Experten. Als Ursache wurde eine sieben Jahr zuvor unsachgemäß durchgeführte Reparatur ermittelt. Nach einem kleineren Unfall, wo das Heck bei der Landung auf dem Boden aufgeschlagen war, hat Japanese Airlines zusammen mit Boeing unter anderem das hintere Druckschott reparieren müssen. Statt zwei Nietenreihen wurde jedoch nur eine Reihe Nieten eingebaut, wodurch das Material schneller ermüdete und schließlich sieben Jahre später in 7.300 m Flughöhe brach. Der entweichende Kabinendruck riss das Höhenleitwerk mitsamt Seitenruder und den Zuleitungen aller vier hydraulischen Systeme ab.

Die Aufnahme eines Amateurfotografen, welche das Flugzeug in der Luft mit abgerissenem Leitwerk zeigt, und der Bericht einer überlebenden Stewardess, dass es eine Explosion im Heck gegeben habe, bestätigten diese Theorie.

Boeing entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall. Der japanische Ingenieur, der die Reparatur überwacht hatte, beging Selbstmord.

1. September 1983

Die sowjetische Luftwaffe schoss bei Sachalin eine vom Kurs abgekommene Boeing 747 der Korean Air ab. Alle 269 Insassen starben dabei.

25. Mai 1979

Ein Jet vom Typ DC-10 verlor ein Triebwerk und stürzte bei Chicago ab.

25. Oktober 1978

Über San Diego stieß eine Boeing 727 mit einem Sportflugzeug vom Typ Cessna-172 zusammen. 151 Menschen starben in den Flugzeugen und am Boden durch Zerstörungen der Wrackteile. Es war eines der schwersten Unglücke in den USA.

27. März 1977

Auf Teneriffa stieß ein Pan-Am-Jumbo mit einem KLM-Jumbo zusammen. 583 Menschen starben. Dieser größte Unfall der zivilen Luftfahrt ereignete sich auf der Startbahn von Santa Cruz, als bei dichtem Nebel ein startender Jumbo in einen wartenden Jumbo raste.

3. Juli 1973

Bei einer Flugshow in Paris stürzte eine Tu-144 ab. Dabei wurden die sechsköpfige Besatzung sowie acht Personen am Boden getötet.

8. Dezember 1972

Eine Boeing 707 stürzte in der Nähe von Chicago ab. 45 Menschen starben aufgrund menschlicher Fehler.

11. November 1965

In Salt Lake City musste ein Jet notlanden. 90 Passagiere überlebten die Notlandung. Trotzdem starben 43 Menschen durch Rauch und Feuer, weil sie nicht schnell genug das Flugzeug verlassen konnten.

15. Mai 1960

Im Sudan stürzte eine DC-4 der Swissair ab.

6. Mai 1937

Der größte Zeppelin aller Zeiten war die deutsche LZ129 Hindenburg, die am 6. Mai 1937 nach einer Atlantiküberquerung über dem Flugfeld von Lakehurst/USA Feuer fing und zerstört wurde. Mit dem Unglück, das 36 Menschenleben forderte, begann der Niedergang der Zeppeline.

Literatur

Weblinks

Siehe auch: Katastrophen der Raumfahrt, Katastrophen der Seefahrt, Katastrophen im Schienenverkehr





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