Keltische Sprachen

Die keltischen Sprachen stellen einen Zweig innerhalb der Sprachfamilie der indoeuropäischen Sprachen dar und waren bis zur Zeitenwende in West-, Mittel- und Südosteuropa weiter verbreitet als in der heutigen Zeit, in der sie nur noch auf Randgebiete beschränkt sind.

Die Verbreitung der Sprache folgte der Wanderbewegung der keltischen Völker und erreichte dadurch von dem Kerngebiet im südlichen Mitteleuropa aus auch die Iberische Halbinsel und die Britischen Inseln.

Während keltische Sprachen auf dem Festland (Festlandkeltisch, v.a. die Gallische Sprache) unter dem dominierenden Latein des römischen Reiches sowie durch die Ausbreitung der germanischen Sprachen verschwanden, erhielten sich keltische Sprachen auf den Britischen Inseln (Inselkeltisch). Dort bildeten sich zwei Gruppen, die einmal das Bretonischee (in der Bretagne (Frankreich)), das Kornischee und Walisischee (oder Kymrischee) umfassten, und andererseits aus dem Irisch-Gälischen, dem Schottisch-Gälischenen (oder Ersischen) und Manx bestand.

Das Bretonische, das heute noch in der Bretagne gesprochen wird, gelangte wahrscheinlich im Zuge der angelsächsischen Eroberung der Britischen Inseln infolge von Fluchtbewegungen von Cornwall nach Nordfrankreich. Die kornische Sprache war seit dem 18. Jahrhundert ausgestorben, wird aber mittlerweile wieder von etwa 1.000 Menschen gesprochen, während das Walisische mit ca. 500.000 Sprechern noch relativ stark verbreitet ist. Daneben versucht Irland, die Irische Sprache (die auch Gälisch genannt wird) zu erhalten.

Die heutigen keltischen Sprachen werden in die p-keltischen Sprachen (auch Britannische Sprachen - früher auch Festlandskeltisch: Walisisch, Kornisch und Bretonisch) und die q-keltischen Sprachen (auch Goidelisch, bezeichnet die Gruppe der gälischen Sprachen - früher auch Inselkeltisch: Schottisch-Gälisch, Irisch-Gälisch, Shelta und Manx) unterteilt. Die Festlandskeltischen Sprachen Gallisch, Keltiberisch und Lepontisch sind ausgestorben.\n





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