Keplersche Gesetze

Die Keplerschen Gesetze beschreiben die Planetenbewegungen um die Sonne.

Entdeckt wurden sie von dem Astronomen Johannes Kepler, der in Prag, Graz und vor allem in Linz tätig war. Als früherer Assistent von Tycho Brahe hatte er Zugriff auf dessen vorzügliches Beobachtungsmaterial vom Planeten Mars.

Durch dessen stark exzentrischee Bahn war Kepler in der Lage, die wahre Form der Planetenbahnen herauszufinden. Die beiden ersten Gesetze (Ellipsen- und Flächensatz) wurden 1609 in der Astronomia nova (Neue Astronomie) veröffentlicht, das dritte 1619 in den Harmonices mundi (Weltharmonik).

1. Keplersches Gesetz:

Die Umlaufbahn eines Planeten ist eine Ellipse, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht.

2. Keplersches Gesetz:
Der Radiusvektor (Verbindungslinie von einem Planeten zur Sonne) überstreicht in gleichen Zeitabschnitten gleiche Flächen.

3. Keplersches Gesetz:
Die dritten Potenzenen der großen Halbachsen der Planetenbahnen sind proportional zu den Quadraten der Umlaufzeiten.

Diese Gesetze beschreiben die Planetenbewegung in guter Näherung. Abweichungen (Bahnstörungen) kommen allerdings zustande durch die Gravitation der Planeten untereinander, die Bewegung der Sonne aufgrund der Anziehung der Planeten und durch relativistische Effekte (besonders bedeutend für die Periheldrehung des Merkur).

Dennoch sind die Kepler-Gesetze und auf ihnen beruhenden jeweils 6 Bahnelemente die Grundlage jeder Bahnbestimmung.

Siehe auch: Bahnelemente, Mars (Planet), Newton, Rudolfinische Tafeln





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