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Die Aussagen von John Maynard Keynes wurden stark vom Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise mit ihrer Massenarbeitslosigkeit geprägt.
Eine Kernaussage besteht darin, dass eine Senkung der Lohnkosten nicht gegen Unterbeschäftigung hilft. Dies wird darauf zurückgeführt, dass in geschlossenen Volkswirtschaften die Lohnkosten in erster Linie das Preisniveau festlegen und bei einer Senkung der Lohnkosten nicht die Gewinne steigen, sondern die Preise proportional zur Kostenabnahme fallen.
Der Keynesianismus unterstützt die Idee, dass der Staat aktiv in die Wirtschaft eingreifen soll. Um Konjunkturschwankungen möglichst abfangen zu können, soll sich der Staat antizyklisch verhalten. Das heißt, dass er in der Rezession Investitionen tätigen und die finanziell notwendigen Mittel für die Investitionen in der Phase der Hochkonjunktur einlegen soll.
Kritiker der keynesianischen Wirtschaftspolitik führen an, dass das Konzept eines Konjunkturanschubs durch kreditfinanzierte Staatsnachfrage auf Dauer zu Inflation führe. Die Theorie der adaptiven Erwartung weist darauf hin, dass insbesondere die Arbeitnehmer irgendwann erkennen, dass ihre gestiegenen Nominallöhne vom Preisanstieg entwertet werden und darum nicht dauerhaft mehr konsumieren werden. Die Volkswirtschaft findet sich nach diesem Modell bei höherem Preisniveau in einem Gleichgewicht bei unverändertem realen Volkseinkommen wieder. Keynes selbst soll, als er auf diese Einwände angesprochen wurde ("In the long run, your theory does not work." - "Auf lange Sicht funktioniert Ihre Theorie nicht."), den legendären Satz gesagt haben: "In the long run, we are all dead!" ("Auf lange Sicht sind wir alle tot.")
Siehe auch : Ökonomie, Konjunktur, Neoliberalismus