Kimmerier
Die Kimmerier oder Kimmerer sind
- ein schon bei Homer erwähntes sagenhaftes Volk, das im äußersten Westen des Okeanos, nahe am Eingang des Hades, lebte. In ihrem Gebiet herrschte stets Dunkelheit ("kimmerische Finsternis"), Helios leuchtete hier nicht.
- ein historisches indogermanisches Reitervolk der iranischen Gruppe, das am so genannten kimmerischen Bosporus zwischen der heutigen Krim (deren Name von den Kimmeriern entlehnt ist) und dem Festland ansässig war.
Die Kimmerier unternahmen viele Plünderungszüge nach Mitteleuropa (bis nach Frankreich) und übten erheblichen Einfluss auf die Entstehung der keltischen Kultur aus (siehe Hallstattkultur, La Tène-Zeit).
Im 8. Jahrhundert v. Chr wurden die Kimmerier von den mit ihnen verwandten Skythen aus ihrer Heimat am Nordrand des Schwarzen Meeres verdrängt bzw. assimiliert. Daraufhin wandten sich Reste der Kimmerier im 7. Jahrhundert v. Chr nach Kleinasien, wo sie nach langen Plünderungen schliesslich vom lydischen König Alyattes geschlagen und verjagt wurden. (vgl. Herodot)
- ein fiktives Volk, das von dem amerikanischen Schriftsteller Robert E. Howard erdacht wurde, aber teilweise auf den historischen Kimmeriern basiert. Howards Kimmerier leben im fiktiven Hyborischen Zeitalter und sind die Nachfahren der Atlanter.
Howards berühmteste Romanfigur, Conan der Barbar, ist ein Kimmerier.
Websites:
Tagoror |
Guajara |
Tacoronte Guia |
Todo Gomera |
Deranet |
Radioaficionados |
Cinebso |
Mi Buscador
Enciclopedia On Line:
GNU FDL.