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Päpstliche Bestätigung und Schutz besitzt das Kloster seit 1147. Wie Heinrich der Löwe, so förderte auch Bischof Rudolf III (1136–1149) von Halberstadt die Ansiedlung der Zisterzienser in seinem Bistum. 1216 begann man, die Klosterkirche durch einen Neubau zu ersetzen. Schon im 13. Jahrhundert waren die Zisterzienser wirtschaftlich unabhängig. Anfang des 14. Jahrhunderts entstand außerhalb der Klosteranlage das Dorf Neuhof, das den heutigen Ortskern bildet. 1605 gab es in Neuhof zwei große Ackerhöfe, acht Kothöfe und ab 1683 auch ein Rittergut. 1822 wurde Neuhof mit der Klosterdomäne zu einer Kirchengemeinde vereinigt.
Vorbild der Riddagshäuser Klosterkirche war das Zisterzienserkloster [Cîteaux]] in Burgund, wo der Orden entstanden war. Die architektonische Konzeption folgte zunächst dem verbindlichen Prinzip asketischer Strenge - der Schmuckreichtum anderer zeitgenössischer Bauten wurde nicht kopiert. Erst als begonnen wurde, das Mittelschiff einzuwölben, hatte sich in der Architektur der klassisch-gotische Stil durchgesetzt, so dass im weiteren Verlauf zunehmend von der Idee einer puristischen Zisterzienserkirche abgewichen wurde. Nach gut 60jähriger Bauzeit wurde Klosterkirche 1275 geweiht. Das Torhaus (in dem sich heute das Zisterziensermuseum befindet) war übrigens schon Ende des 12. Jahrhunderts entstanden, während die kleine Fremdenkapelle nebenan kurz vor der Klosterkirche fertiggestellt wurde.
Höhepunkte im Kirchenleben der folgenden Jahrhunderte waren der Besuch des Kardinals Nicloaus von Cues 1451 sowie die Gewährung bischöflicher Rechte (z.B. Tragen von Mitra und Ring) an den Abt von Riddagshausen durch Papst Sixtus IV. Seit 1492 kam es immer wieder zu Zerstörungen durch Braunschweiger: die Welfenherzöge schlugen bei ihren Belagerungen der Stadt Braunschweig ihr Feldlager bevorzugt in Riddagshausen auf, haben also die Braunschweiger provoziert. Die Reformation wurde 1542 begonnen und 1568 abgeschlossen Von 1690 bis 1809 beherbergte das Kloster ein Predigerseminar. 1856-83 erfolgte die Renovierung der Kirche, in den Jahren 1962-75 kam es zu weiteren Ausbesserungen und Neuausmalungen. Von der frühen Anlage sind die Kirche (1275), die Siechenkapelle (1305), ein Stück Klostermauer, der Zugang zum Kloster und das romanische Nordtor-Gebäude 1147) mit der Torkapelle und der Pförtnerzelle erhalten. Diese bereits erwähnte "Frauenkapelle" von 1275 war für den Gottesdienst von Fremden und Frauen bestimmt.
Riddagshausen: Ort und Zisterzienserkloster
Als Ort wird Riddagshausen 1146 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, eben in jenem Jahr, in dem Heinrich der Löwe dem in Gründung befindlichen Kloster das Dorf "Ritdageshusen" mit all dessen Landbesitz und Arbeitskräften als Erstaustattung übertrug. Aus dem Ortsnamen lässt sich unschwer ablesen, dass die Siedlung zwei bis drei Jahrhunderte länger existiert. Gegründet wurde sie offensichtlich von einem Mann namens Ricdagus bzw. Riddagus; dieser Vorname war hier noch bis zum 12. Jahrhundert anzutreffen. Die Endung "-husen" für einen Ortsnamen war in dieser Gegend nur bis zum frühen 10. Jh. gängig und wurde später durch Endungen wie "-roth" ("-rode") oder, im 12. Jahrhundert "-hagen" abgelöst.