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Durch den Biss einer Kobra kann das Opfer gelähmt oder getötet werden. Besonders auffällig sind die Speikobras, die fähig sind ihr Gift bis zu 3 Meter weit zu spritzen, und das sogar Blindheit erzeugen kann, wenn es in die Augen gelangt.
Die längste Giftschlange der Welt ist die Königskobra (Ophiophagus hannah), die über 5 Meter lang sein kann. Sie kann sich bis zu 1 Meter aufrichten und verfügt über ein sehr starkes Gift, das bereits in wenigen Minuten tödlich wirkt. Königskobras bauen ein aufwendiges Nest (mit bis zu 40 Eiern), das sie bewachen bis die Jungtiere schlüpfen. Bei einer Störung können besonders die Weibchen sehr aggressiv werden. Königskobras kommen besonders in den tropischen Urwäldern Indiens, in Indochina, Malaysia und Südchina vor. Als Nahrung bevorzugen sie Nager und Reptilien.
Die häufigste Kobraart ist die Brillenschlange (Naja naja). Brillenschlangen werden bis zu 2 Metern lang und sind an der Brillenzeichnung auf dem Nacken zu erkennen. Sie leben in feuchten Gebieten, besonders in Südasien. Obwohl die Brillenschlange versucht dem Menschen auszuweichen, sterben besonders in Indien sehr viele Menschen durch Bisse dieser Schlange.
Die in Afrika beheimatete Speikobra spritzt ihr Gift nur zur Verteidigung, Beute wird normal durch einen Biss getötet. Speikobras sind schwarz bis rosa gefärbt, und einige Tiere haben ein schwarzes Band um den Hals. Das Gift dieser Schlange ist sehr stark und wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem, wo es das Atemzentrum lähmt und Herzstillstand verursacht. Speikobras treten überall auf und meiden den Menschen nicht allzu stark. So kann es z.B. vorkommen, dass die Tiere in Städte bis hinein in die Häuser der Menschen gelangen. Sie sind nachtaktiv und jagen Echsen, Vögel, Frösche und andere Schlangen. 2003 hat man eine neue Art entdeckt, die Nubische Speikobra (Naja nubiae). Sie ist braungrau gefärbt und besitzt zwei dunkle Bänder um den Nacken. Die zuerst für eine Rote Speikobra gehaltene Schlange wurde durch eine Erbgutanalyse als neue Kobra-Art identifiziert.
In Südafrika lebt die Ringhalskobra (Hemachatus haemachatus), sie ist die Kleinste ihrer Art (bis zu 1,2 Meter lang). Wenn sie überreizt ist, gerät sie, wie die Uräusschlange, in einen Starrezustand.
Die giftigste afrikanische Kobra ist die Kapkobra (Naja nivea), ihr Gift tötet in nur wenigen Sekunden. Sie kann bis zu 1,6 Meter lang werden. Sie hat große Augen mit einer runden Pupille. Die Farbe des Tieres variiert von braun-gelb bis schwarz. Ihre Lebensräume sind trockene, steinige Gebiete und sandige Flussläufe.
Das Kobragift ist für die medizinische Forschung von Bedeutung, da das Enzym Lecithinase wirksam gegen Viren eingesetzt werden kann. Inzwischen gibt es viele wirkungsvolle Seren, wodurch die Todesfälle durch Schlangenbisse zurück gegangen sind.