Kohlevergasung

Kohlevergasung ist die Überführung von Kohlenstoff (C) in brennbare gasförmige Verbindungen, speziell Wassergas, Generatorgas und Stadtgas.

Table of contents
1 Wassergas
2 Generatorgas
3 Stadtgas (Leuchtgas)
4 Kohlehydrierung

Wassergas

Über die endotherme Reaktion:

C + H2O → CO + H2 (-130 kJ/mol)

entsteht aus Kohle, die zuvor durch Verbrennung an Luft aufgeheizt wurde, und Wasser sogenanntes Wassergas, eine Mischung aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff.

Generatorgas

Generatorgas wird durch unvollständige Verbrennung von Koks erzeugt:

O2 + 2 C → 2 CO

Stadtgas (Leuchtgas)

Stadtgas wird entweder durch Kohlevergasung ähnlich wie Wassergas und Generatorgas hergestellt oder durch Kohleentgasung in Kokereien. Kokereigas besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, Methan und Kohlenmonoxid.

Stadtgas ist wegen des Kohlenmonoxid-Anteils giftig und wird nicht mehr verwendet. Heute steht Erdgas als brennbares Gas preiswert zur Verfügung, was eine Kohlevergasung überflüssig macht.

Kohlehydrierung

Bei der Kohlehydrierung entstehen Kohlenwasserstoffe unterschiedlicher Kettenlängen:

nC + mH → CnHm

Je nach Kettenlänge sind die Reaktionsprodukte gasförmig (Methan, Ethan, Propan, Butan) oder flüssig (höhere Alkane, die z. B. Verwendung finden in Benzin und Diesel). Bei flüssigen Produkten spricht man von Kohleverflüssigung.




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