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Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Grundprinzipien im Kommunistischen Manifest zusammenfassend dargestellt. Hauptcharakteristiken des Kommunismus sind danach die Forderung nach der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und der Herrschaft des Proletariats, der eine klassenlose Gesellschaft folgen soll.
In Russland wurde nach dem Sturz des Zaren-Regimes ein kommunistisches Regime errichtet (siehe Sowjetunion, Ostblock), das sich zunächst zum großen weltpolitischen Gegenspieler der USA aufschwingen konnte (siehe Ost-West-Konflikt), aber aufgrund systemimmanenter Schwächen, u.a. wegen der staatlich gelenkten Planwirtschaft, im letzten Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts zusammenbrach. Vom sowjetischen Modell unabhängige kommunistische Regierungsformen entstanden in der Volksrepublik China, Albanien und Jugoslawien, während eine Reihe von Entwicklungsländern, wie etwa Kuba, eher dem sowjetischen Modell folgte. In diesen Staaten herrschte jedoch oft nur ein Scheinkommunismus, d. h. eine meist von Moskau aus kontrolliere Militärdiktatur. Mit dem ursprünglichen marxistischen hatte das aber nicht mehr viel zu tun, da nicht mehr das Proletariat im Mittelpunkt staatlichen Interesses stand, sondern eine Führungselite, in der Sowjetunion die so genannte "Nomenklatura".
Im Dritten Reich waren die kommunistischen Parteien verboten und viele ihrer Anhänger und Mitglieder wurden verfolgt und in KZs gebracht. Im Nachkriegsdeutschland verfügte das Bundesverfassungsgericht gegen die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) 1956 wegen des Widerspruchs ihrer Ziele zur freiheitlich demokratischen Grundordnung ein Parteiverbot und die Auflösung der Partei. 12 Jahre später wurde als Nachfolgepartei die DKP gegründet, die allerdings nie die Bedeutung der KPD erreichte. Das Gleiche geschah in der Schweiz mit dem Verbot der KPS (1939) und der Gründung der PdA (Partei der Arbeit) (1944) schon viel früher.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erfreuten sich kommunistische Theorien auch unter westlichen Intellektuellen, vor allem in Frankreich und Italien, großer Beliebtheit. Dadurch ist auch in einigen Science Fiction Gesellschaften der Kommunismus die Gesellschaftsform der Zukunft, z.B. in Star Trek.
Bis heute existieren in vielen Ländern kommunistische Parteien und Gruppierungen, die jedoch nach dem Fall der Sowjetunion und damit dem Scheitern des Realsozialismus stark an Bedeutung verloren haben.
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