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Die KPD hatte zunächst nur wenige Mitglieder, erst der Übertritt des linken Flügels der USPD Ende 1920 brachte ihr eine Massenbasis. Zwischen 1921 und 1923 versuchte die KPD mehrfach erfolglos, Aufstände zu initiieren, um die Weltrevolution voranzutreiben. Als Mitglied der 3. Internationale wurde die Partei von Moskau beeinflusst. Die Unzufriedenheit vieler mit den geringen Errungenschaften der Republik trieb der KPD vor allem ungelernte Arbeiter und Arbeitslose zu, so dass sie vor allem zwischen 1928 und 1932 große Wahlerfolge erzielen konnte (November 1932 16,9%), ohne jedoch ihren politischen Zielen näher zu kommen.
Die Sozialfaschismusthese der Kommunisten versperrte die Zusammenarbeit mit der SPD, so dass es keine gemeinsamen Aktionen zur Verhinderung des Faschismus gab. Die Nationalsozialisten ihrerseits zählten Kommunisten und Sozialisten zu ihren Hauptfeinden. So wurde die KPD bereits kurz nach dem Reichstagsbrand verboten, ihre Anhänger im Dritten Reich systematisch politisch verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt und ermordet. Die KPD hatte im Kampf gegen die Nazi-Diktatur von 1933 bis 1945 große Verluste, da sie unter anderem Anhänger nach Deutschland schickte, die die spätere Machtübernahme vorbereiten sollten; diese sind relative schnell von der Gestapo verhaftet worden.
Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Gruppe von stalintreuen KPD-Funktionären nach Berlin gebracht, die einen nach außen demokratischen politischen Aufbau zu betreiben hatte. Führer dieser Gruppe war Walter Ulbricht.
In der sowjetischen Besatzungszone wurden KPD und SPD zwangsweise zur SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands zusammengeführt. Unter den Westberliner Sozialdemokraten wurde diese Zwangsvereinigung durch eine Urabstimmung verhindert.
Die KPD existierte dann nur noch als bedeutungslose Splitterpartei in der Bundesrepublik Deutschland. Im August 1956 wurde sie vom Bundesverfassungsgericht verboten. Die Begründung des Gerichts war die Feststellung der Verfassungswidrigkeit. Dabei legte das Gericht die Grundsätze an, die es 1952 zum Verbotsurteil der SRP (Sozialistische Reichspartei) für die "freiheitliche demokratische Grundordnung" (GG) entwickelt hatte. Die Gründe für das Verbot werden bis heute sehr kontrovers diskutiert. Während die Gegner des Verbots die Gründe für das Verbot u.a. im Kampf gegen die Wiederbewaffnung und für eine Wiedervereinigung Deutschlands und das Eintreten für einen Friedensvertrag sehen, nennen die Befürworter das Eintreten der KPD für einen Anschluss Deutschlands an den kommunistischen Ostblock, was die überwiegende Mehrheit der Deutschen in Westdeutschland abgelehnt hat, und den damit verbundenen Verlust der Freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Die KPD trat für eine Vergesellschaftung des Privateigentums an Produktionsmitteln ein und für eine Diktatur des Proletariats; dies wurde als verfassungswidrig eingeschätzt und als weitere Begründung für das Verbot genannt.
Nachdem 12 Jahre nach dem KPD-Verbot im Bonner Innenministerium die Gründung einer neuen kommunistíschen Partei (der DKP) ausgehandelt wurde, konstituierte sich auch die KPD zum Jahreswechsel 1968/69 neu (50. Jahrestag der KPD-Gründung). Um das weiterhin bestehende Parteienverbot auszuhebeln, nannte sich die Gruppierung KPD/ML (der Zusatz steht für Marxismus-Leninismus). Da die DKP sich auf die Grundsätze der parlamentarischen Demokratie verpflichten musste, wurde sie vom harten Kern der KPD-Anhänger als "revisionistisch" abgelehnt. Die KPD/ML strebt weiterhin den Umsturzt des bestehenden Systems an und propagiert den bewaffneten Kampf des Proletariats.
Mit derartigen Forderungen stellt sich die KPD/ML auch inhaltlich in die Tradition der verbotenen KPD. Dennoch wurde bislang auf ein neues Parteiverbots-Verfahren verzichtet. Aufgrund der weit gehenden Bedeutungslosigkeit aller dediziert kommunistischen Parteien ist die Anstrengung eines solchen Verbotsverfahrens auch in naher Zukunft eher unwahrscheinlich.
Formal bekennt sich die KPD/ML ebenso wie vormals die bundesdeutsche KPD der Nachkriegszeit zum Stalinismus und sieht im Reformkurs Chrustschows einen Verrat an der kommunistischen Idee. Da sie damit aber ihrer ohnehin spärlichen Popularität eher schadete, bildete sich zeitweilig ein starker maoistischer Flügel innerhalb der Partei, der jedoch mit der historischen Aufarbeitung der chinesischen Kulturrevolution wieder an Einfluss verlor.
Später gründete sich eine weitere kommunistische Splitterpartei, diesmal unter dem einfachen Namen KPD. Diese meist maoistischen oder anarchistischen Gruppen werden unter der Bezeichnung "K-Gruppen" zusammengefasst.
Siehe auch: Kommunismus, Kommunistische Parteien, Rote Hilfe, Roter Frontkämpferbund